Tag 1 - 6
Tag 7 - 12
Tag 13 - 18
Pennine Way Start

Pennine Way
18 Tage - 429 Kilometer

Von Horten in Ribbelsdale nach Alston

Tag 7 - 12

Was bisher geschah… Tag 1 – 6

Der Pennine Way war mein Abenteuer – Englands erster Fernwanderweg, der mich von Edale durch einige der schönsten Landschaften Englands führte. Am ersten Tag startete ich in Edale, ging über den Jacobs Ladder und das Kinder Plateau, mit einem tollen Ausblick vom Kinder Downfall. Nachdem ich das Bleaklow Head erreicht hatte, ging es weiter bis zum Torside Reservoir und ich erreichte die Crowden Campsite. Am zweiten Tag wanderte ich weiter von Crowden nach Standedge, wo ich den Black Hill erklomm und schließlich den Tag dort beendete. Der dritte Tag führte mich über den White Hill und den Windy Hill Transmitter nach Hebden Bridge. Ich genoss die Ausblicke auf das Warland Reservoir und wanderte durch weite Moorlandschaften. Am vierten Tag ging es weiter zu Top Withins und dann nach Ickornshaw, wo ich die Nacht auf der Winter House Farm verbrachte. Am fünften Tag erreichte ich Malham, mit der spektakulären Malham Cove und dem ruhigen Malham Tarn. Der sechste Tag brachte mich über Fountains Fell und Pen-y-Ghent bis nach Horton in Ribblesdale, wo ich erschöpft, aber glücklich den Tag beendete.🚶‍♂️🔥

„Ich kann es kaum erwarten, die nächsten Etappen des Pennine Way zu erobern – die Abenteuer, die noch vor mir liegen, versprechen atemberaubende Ausblicke, Herausforderungen und unvergessliche Momente!“

„The climb is tough, but the view sure is worth it.“

7

Etappe 7 - von Horten in Ribblesdale nach Hawes

Schönes Wanderwetter lockt uns am 7. Tag unserer Wanderung aus dem Zelt. Die Sonne begrüßt uns, und wir starten den Tag entspannt. Wir lassen es gemütlich angehen, denn heute liegt keine besonders lange Strecke vor uns.

Kurz darauf sind wir schon wieder auf dem Pennine Way, schlendern durch das Dorf und tauchen hinter dem Crown Hotel wieder in den Trail ein. Schafe grasen friedlich am Wegesrand und begleiten uns für die nächsten Kilometer, während wir an den typischen, malerischen Trockensteinmauern entlangwandern.

Bei Ling Gill queren wir ein kleines, idyllisches Flusstal, das sich malerisch in die Landschaft schmiegt. Kurz darauf öffnet sich das Panorama, und in der Ferne erscheint das beeindruckende Ribblehead-Viadukt. Mit seinen 32 Metern Höhe und 402 Metern Länge spannt es sich majestätisch über das Tal – ein echtes Meisterwerk der Ingenieurskunst. Erbaut zwischen 1870 und 1874, ist es bis heute ein markantes Wahrzeichen der Settle-Carlisle-Bahnstrecke und ein beeindruckender Anblick auf unserem Weg.

Wenig später zieht der Weg hinauf in Richtung Dodd Fell. Mit jedem Schritt gewinnen wir an Höhe, und die Landschaft um uns herum wird immer beeindruckender. Links und rechts breiten sich verschiedene Täler aus, die wie eine riesige, grüne Patchwork-Decke zu unseren Füßen liegen. Die Weite der Yorkshire Dales ist hier besonders spürbar – ein endloser Horizont, der zum Staunen und Genießen einlädt. Schritt für Schritt nähern wir uns unserem Tagesziel Hawes, wo ein gemütlicher Abend auf uns wartet.

Eine letzte Bergkuppe, und dann öffnet sich der Blick – Hawes liegt malerisch im Tal vor uns. Nicht mehr weit, und wir haben unser Tagesziel erreicht. Ein schöner, sanft abfallender Weg führt uns hinab in die Ortschaft, die mit ihrem gemütlichen Charme zum Ankommen einlädt.

Unsere Unterkunft für die Nacht, die Bainbridge Ings Caravan & Campsite, liegt etwas außerhalb und erweist sich als äußerst gepflegt und gut ausgestattet – der perfekte Ort, um die Beine hochzulegen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Nachdem das Zelt endlich steht, machen wir uns auf einen kurzen Fußweg nach Hawes. Dort gönnen wir uns eine wohlverdiente Shopping-Pause, um Lebensmittel für den nächsten Abschnitt zu besorgen. Danach schlendern wir durch die Hauptstraße, beobachten das bunte Treiben der Stadt und genießen einfach die entspannte Atmosphäre. Ein perfekter Abschluss für einen weiteren großartigen Wandertag! 😊🌄

Highlights

Start in Horten in Ribblesdale
Start in Horten in Ribblesdale
Ling Gill Beck
Ling Gill Beck
Ripplehead Viaduct
Ripplehead Viaduct
Pause am Dodd Fell
Pause am Dodd Fell
Anstieg nach Hawes
Anstieg nach Hawes

Von Horten in Ribblesdale nach Hawes / 22 km - Karte - Video

Etappe 7
8

Etappe 8 - von Hawes zum Tan Hill Inn

Heute werden wir gegrillt – zumindest sagt das der Wetterbericht! 😅🔥 34 Grad – das ist für England schon eine ordentliche Hitzewelle! Die Sonne brennt schon früh, aber noch ist es angenehm, als wir die Campsite verlassen. Der Weg führt uns direkt hinter Hawes über den River Ure, und bald erreichen wir Hadraw, ein charmantes kleines Dorf, das für den höchsten Wasserfall Englands, den Hardraw Force, bekannt ist.

Der Hardraw Force stürzt mit stolzen 30 Metern in die Tiefe, doch leider können wir ihn nur sehen, wenn wir durch das Pub gehen und einen kleinen Eintritt bezahlen. Blöd nur, dass das Pub noch geschlossen ist – also heißt es für uns: weitergehen! Aber der Wasserfall bleibt in unseren Köpfen, während wir uns auf den Weg machen, um das nächste Abenteuer zu erleben.

Hinter Hardraw können wir schon das imposante Great Shunner Fell in der Ferne erkennen. Langsam zieht sich der Pennine Way nach oben, und mit den Höhenmetern steigt nicht nur der Weg, sondern auch die Sonne – es wird immer heißer und heißer. Aber zum Glück weht ein angenehmer Wind, der die drückende Hitze erträglicher macht. Jeder Schritt fühlt sich intensiver an, der Wind bringt zumindest etwas Erfrischung, während wir uns dem Gipfel nähern.

Hier oben auf dem Fell tauchen wir wieder in die Freiheit der Landschaft ein. Der weite Blick über die endlosen Hügel lässt uns das Gefühl der Losgelöstheit spüren – als wären wir ganz allein in dieser riesigen, unberührten Natur. Die Hitze ist zwar noch da, aber der Wind trägt uns mit jeder Böe weiter, und es fühlt sich an, als ob wir in diesem Moment alles hinter uns lassen könnten. Einfach frei, der Weg vor uns und die Welt zu unseren Füßen.

Der Gipfel des Great Shunner Fell ist mit einem Steinkreuz markiert, das nicht nur als Orientierung dient, sondern durch seine besondere Bauweise auch als Windschutz und Sitzgelegenheit fungiert. Es ist der perfekte Ort, um eine kurze Pause zu machen, sich hinzusetzen und den überwältigenden Blick auf die umliegenden Täler und Hügel zu genießen.

Von hier oben können wir schon bis ins Swaledale blicken, und wissen, dass wir später entlang dieser wunderschönen Landschaft wandern werden. Der Blick reicht weit, und es fühlt sich fast so an, als könnten wir schon den ganzen Weg sehen. Aber weiter geht’s!

Als wir unten in Thwaite ankommen, gönnen wir uns eine wohlverdiente Pause im Beergarden des Kearton House. Ein Sonnenschirm ist heute wirklich ein Muss, denn die Sonne brennt weiter, und es gibt keinen besseren Ort, um sich ein wenig abzukühlen und den Moment zu genießen.

Als ich das letzte Mal im Swaledale war, hat es viel geregnet – das war vor Jahren, als ich den Coast 2 Coast Path gewandert bin. Ganz gleich, ob Regen oder Sonne, diese Landschaft ist einfach immer ein Traum. Heute schlängelt sich der Pennine Way um den Hügel Kisdon und führt uns nach Keld, wo wir endlich auf den Coast 2 Coast Path treffen werden. Es fühlt sich fast wie ein kleiner Kreis, der sich schließt, und wieder erinnert mich die Landschaft an all die Momente, die ich schon erlebt habe.

Nur noch wenige Schritte, und plötzlich liegt Keld vor uns. Der River Swale bildet hier einige beeindruckende Kaskaden, und das Rauschen des Wassers ist fast hypnotisierend. An der Stelle, wo der Fluss etwas tiefer ist, gönne ich mir eine wohlverdiente Abkühlungmega! Das kalte Wasser fühlt sich einfach unglaublich an und ist eine wahre Wohltat nach dem heißen Wandertag. Ein perfekter Moment, um den Körper zu erfrischen und den Tag zu genießen.

So erfrischt geht es weiter, die letzten Kilometer in Richtung Tan Hill. Der Weg wird leicht ansteigend, und wir wandern ein Tal hinauf. Bald taucht in der Ferne das einzige Haus auf – und ja, das ist unser Ziel: Tan Hill, das höchstgelegene Pub Englands! Es fühlt sich fast surreal an, hier oben zu stehen, wo der Wind pfeift und das Pub wie eine Oase in der Weite der Landschaft wirkt. Ein perfekter Abschluss für den Tag, das Pub erwartet uns schon! 🍺🏞️

Highlights

  • Hardraw Force
  • Great Shunner Fell
  • Swale Dale
  • Keld
  • Tan Hill Inn
Bainbridge Ings Caravan & Campsite
Bainbridge Ings Caravan & Campsite
Green Dragon Inn - Hadraw Force
Green Dragon Inn - Hadraw Force
Aufstieg zum Great Shunner Fell
Aufstieg zum Great Shunner Fell
Great Shunner Fell
Great Shunner Fell
Blick ins Swaledale
Blick ins Swaledale
Abkühlung am Kisdon Force bei Keld
Abkühlung am Kisdon Force bei Keld
Tan Hill Inn
Tan Hill Inn

Von Hawes zum Tan Hill Inn / 24,5 km - Karte - Video

Etappe 8
9

Etappe 9 - vom Tan Hill Inn nach Middleton in Teesdale

Der Morgen beginnt klar und sonnig, doch über den Mooren hängt noch schwebender Nebel, der der Landschaft eine fast mystische Atmosphäre verleiht. In der frischen Morgenluft brechen wir vom Tan Hill Inn, dem höchstgelegenen Pub Englands, auf und tauchen wieder in die weite Einsamkeit der Pennines ein.

Unser erster Abschnitt führt uns durch das Sleightholme Moor, wo sich der Sleightholme Beck als kleiner Bach durch die offene Landschaft schlängelt. Ein Schild am Wegrand kündigt die God’s Bridge an – eine natürliche Kalksteinbrücke, geformt von Wasser und Zeit. Ein beeindruckendes geologisches Wunder! Leider führt der River Greta heute nur wenig Wasser, sonst wäre das Motiv noch spektakulärer gewesen.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter über sanfte Hügel. Hinter dem nächsten Anstieg öffnet sich der Blick auf Baldersdale, wo mehrere Reservoirs in der Sonne glitzern – eine schöne Abwechslung zur kargen Moorlandschaft des Morgens. Doch noch ist unser Ziel nicht erreicht. Wir überqueren den nächsten Hügel und tauchen in das grüne Lunedale ein, wo uns erneut stille Wasserflächen und sanfte Täler begleiten.

Der Weg zieht sich weiter, nun zwischen dem markanten Harter Fell und dem mystischen Kirkcarrion vorbei. Die Legende besagt, dass auf diesem baumbestandenen Hügel ein alter Krieger begraben liegt – ein Ort mit Geschichte und einer geheimnisvollen Ausstrahlung.

Dann endlich tauchen die ersten Häuser von Middleton-in-Teesdale auf. Nach einem langen Tag durch einsame Moore, sanfte Täler und sagenumwobene Orte freuen wir uns auf eine wohlverdiente Pause.

Ein Tag voller Kontraste, Weite und Geschichte – einfach großartig! 🚶‍♂️⛰️🌿

Highlights

  • Sleightholme Beck
  • Baldersdale
  • Lunedale
  • Kirkcarrion
Start in den Morgen am Tan Hill Inn
Start in den Morgen am Tan Hill Inn
Tan Hill Inn
Tan Hill Inn
Ab ins Moor
Ab ins Moor
God's Bridge
God's Bridge
Kirkcarrion
Kirkcarrion

Vom Tan Hill Inn nach Middleton in Teesdale / 25 km - Karte - Video

Etappe 9
10

Etappe 10 - von Middleton in Teesdale nach Dufton

Wasserfälle, Weite und ein episches Finale

Die Nacht haben wir auf dem Daleview Holiday Park verbracht – eigentlich ein Caravanpark, aber mit einer kleinen, charmanten Ecke für Camper. Hier übernachten vor allem Pennine Way-Wanderer, die den langen Weg zurücklegen. Nach einer erholsamen Nacht starten wir unseren Tag 10 und machen uns auf den Weg!

Gestern war es noch ruhig in Middleton-in-Teesdale. Wir haben einen Stopp im örtlichen Supermarkt gemacht, um uns mit frischen Vorräten einzudecken, bevor wir den Tag mit einem gemütlichen Pub-Besuch ausklingen ließen. Der Pub hatte seinen eigenen, beschaulichen Charme und war der perfekte Ort, um den Tag bei einem Pint und ein paar guten Gesprächen ausklingen zu lassen.

Heute führt uns der Weg über die idyllischen Täler entlang des River Tees. Der Fluss zeigt uns zu Beginn seine ruhigere Seite, doch schnell wird er lebendiger: Low Force erscheint vor uns, mit seinen sanften Kaskaden, die in die Tiefe stürzen. Ein paar Kilometer weiter erreichen wir den beeindruckenden High Force, mit einer Fallhöhe von 21 Metern – der Anblick ist einfach überwältigend!

Doch zwischen dem High Force und dem Cauldron Snout wird die Landschaft immer epischer. Der Fluss wird wilder, die Felsen imposanter, und je weiter wir uns den Cauldron Snout nähern, desto einsamer wird es. An den Ufern des Tees sehen wir einige Fliegenfischer, die geduldig in den Wasserstellen stehen – eine Szenerie, die die Weite und Ruhe dieser Gegend perfekt einfängt.

Cauldron Snout selbst ist ein wahres Meisterwerk der Natur: Das Wasser stürzt über große, raue Felsen und bildet eine dramatische Kaskade, die wie eine riesige Naturtreppe aussieht. In den Becken, die sich in den Felsen bilden, plätschert das Wasser, während es weiter in die Tiefe rauscht. Es ist ein Ort voller Energie und Ruhe zugleich – und wir genießen die Szenerie in vollen Zügen. Von hier steigen wir weiter auf und erreichen die weitläufige Hochfläche der North Pennines, wo der Wind uns um die Ohren pfeift.

Bald taucht der beeindruckende High Cup Nick auf – ein hufeisenförmiger Talkessel, der uns mit seiner Schönheit den Atem raubt. Der Ausblick hier oben gehört definitiv zu den spektakulärsten Momenten des gesamten Pennine Way.

In Dufton angekommen, steuern wir den Grandie Caravan Park an. Leider ist niemand da, aber ein paar andere Wanderer sagen uns, wir sollen einfach eine Telefonnummer anrufen. Kurz darauf fährt ein Auto vor, kassiert die Übernachtungsgebühr und fährt wieder weg – ziemlich unkonventionell, aber funktional. Nachdem das Zelt steht, geht’s natürlich ins Pub. Und was für ein Pub! So heimelig, dass wir uns sofort wohlfühlen. Es gibt einen Quizabend, und mit einem kühlen Bier in der Hand lassen wir den Tag voller Eindrücke ausklingen.🏞️🍻

High Cup Nick ❤️

Highlights

  • Low & High Force
  • Cauldron Snout
  • High Cup Nick
Low Force
Low Force
HIgh Force
HIgh Force
HIgh Force
HIgh Force
Fischer im River Tee
Fischer im River Tee
Cauldron Snout
Cauldron Snout
High Cup Nick
High Cup Nick
The Stag Inn Dufton
The Stag Inn Dufton

Von Middleton in Teesdale nach Dufton / 31,5 km - Karte - Video

Etappe 10
11

Etappe 11 - von Dufton nach Garrigill

Wolken, Berge und der höchste Punkt der Wanderung

Hinter Dufton tauchen wir wieder ein in die klassische Pennine-Landschaft – weitläufige Schafweiden, sanfte Hügel und der Duft von frischer Luft. Der erste Berg des Tages ist der Knock Fell, und je höher wir kommen, desto frischer wird es. Schon bald befinden wir uns mitten in den Wolken. Kein Panorama heute – nur weiße Nebelschwaden und der Blick auf den Weg vor uns.

Langsam steigen wir weiter und erreichen den nächsten Gipfel, den Great Dun Fell. Hier stoßen wir auf die markante Radaranlage, die auf diesem kargen Hügel thront. Die Radaranlage gibt einem tatsächlich das Gefühl, auf dem Mond gelandet zu sein – eine unwirkliche, fast futuristische Szenerie. Die ganze Landschaft wirkt karg und verlassen, als wären wir weit entfernt von der Welt, die wir kennen. Es fühlt sich an, als würden wir in eine andere Dimension eintauchen, mitten im Nebel und Wind.

Nach der bizarren Szenerie des Great Dun Fell geht es weiter hinauf, und nach einem weiteren anstrengenden Stück erreichen wir den höchsten Punkt der Wanderung: das Cross Fell. Mit stolzen 893 Metern ist es der höchste Gipfel des Pennine Way und gleichzeitig der höchste Punkt der gesamten Wanderung. Auch wenn wir in den Wolken sind und die Aussicht fehlt, fühlt es sich trotzdem episch an, diesen markanten Punkt erreicht zu haben.

Die Atmosphäre hier oben ist rau und unberechenbar, aber gerade das macht den Reiz dieser Etappe aus. Der Wind pfeift, die Wolken ziehen, und wir wissen, dass wir etwas Großes gemeistert haben. Ein kurzer Moment des Stolzes – und dann geht es weiter, immer dem Weg nach unten entgegen, in Richtung Garrigill.

Auf dem Weg kommen wir an Greg’s Hut Bothy vorbei. Früher war dieses kleine, unscheinbare Gebäude eine Unterkunft für Bergarbeiter, die hier Blei abbauten. Heute bietet es Wanderern einen Schutz vor dem Wetter, doch die Geschichte des Ortes bleibt in der Luft hängen, während wir an ihm vorbeiziehen.

Eigentlich dachten wir, es wäre nicht mehr weit bis Garrigill, aber der Weg zog sich wie Kaugummi. Es schien, als ob der Weg einfach nicht enden wollte – der Abstieg wurde zur Geduldsprobe. Doch schließlich kamen wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich in Garrigill an.

Wir hatten online einen Übernachtungsplatz beim Gemeindehaus gebucht, also schlugen wir unsere Zelte hinter dem Haus auf, direkt neben dem Spielplatz. Das war wirklich praktisch, denn im Gemeindehaus durften wir die Küche und die sanitären Anlagen benutzen – eine willkommene Erleichterung nach diesem anstrengenden Tag. Doch draußen wurden wir von den Mücken geplagt, die uns den Abend etwas versüßten. Trotzdem war es ein schöner Abschluss des Tages.


Highlights

  • Cross Fell
  • Greg’s Hut
Grandie Caravan Park
Grandie Caravan Park
Aufstieg zum Knock Fell
Aufstieg zum Knock Fell
Great Dun Fell
Great Dun Fell
Cross Fell
Cross Fell
Abstieg nach Garrigill
Abstieg nach Garrigill
Greg's Hut Bothy
Greg's Hut Bothy

Von Dufton nach Garrigill / 24,5 km - Karte - Video

Etappe 11
12

Etappe 12 - von Garrigill nach Alston

Musikfestival und abenteuerlicher Zeltplatz

Heute geht es nur bis Alston, und zwar aus einem ganz besonderen Grund: Wir haben gehört, dass hier ein Musikfestival stattfindet und entschieden uns, den Nachmittag und Abend damit zu verbringen. Die Wanderung zum Ort selbst ist entspannt, da wir entlang des South Tynedale Rivers gehen, was uns eine schöne und ruhige Strecke bietet. Die Landschaft ist herrlich, mit grünen Hügeln, weiten Wiesen und ein paar verstreuten Höfen.

Nach der entspannten Wanderung kommen wir in Alston an, wo das Festival schon in vollem Gange ist. Doch bevor wir uns dem Musikgeschehen widmen, suchen wir uns noch einen Platz für die Nacht. Der Tyne Willows Camping ist zwar etwas abenteuerlich und spartanisch, aber für eine Nacht ist er perfekt – und das Abenteuer gehört einfach dazu! Der Zeltplatz bietet keine großen Annehmlichkeiten, aber das macht den Aufenthalt irgendwie noch authentischer.

Nachdem das Zelt steht, lassen wir uns vom Festival treiben – Musik, gute Stimmung und ein paar entspannte Stunden sind genau das, was wir nach den letzten Tagen brauchen. Auf dem Marktplatz spielen Musiker und in den verschiedenen Pubs hört man überall Live-Bands – die Stimmung ist großartig! Heute heißt es also entspannen und genießen – ein freier Nachmittag in Alston ist der perfekte Break für den weiteren Weg!

Und dann kam der magische Moment des Tages: Wenig später auf der Campsite, direkt neben meinem Zelt, traf ich einen netten Engländer, der mir einfach so das Buch „A Pennine Journey“ schenkte. Dieses Buch, der Reiseführer von Alfred Wainwright, dokumentiert seine Wanderung von 1938 auf dem Pennine Way. Ein unglaubliches Geschenk, das mir die Reise auf eine neue, tiefere Weise näherbrachte – eine Verbindung zur Geschichte des Wanderweges, die den Tag noch spezieller machte.

Highlights

  • Alston – Musikfestival
  • „A Pennine Journey“ Buch
Start in Garrigill
Start in Garrigill
Unterwegs im South Tynedale
Unterwegs im South Tynedale
Kurz vor Alston
Kurz vor Alston
Turks Head Inn
Turks Head Inn
Eine der Bands vom Musicfestival
Eine der Bands vom Musicfestival

Von Garrigill nach Alston / 7 km - Karte - Video

Etappe 12