Steigerwaldtour
1 Woche alleine im Wald
- Franken, Steigerwald, Wandern national
Inhaltsverzeichnis
ToggleWarum es der Steigerwald wurde?
„Tiefe Wälder, artenreiche Wiesen, sonnige Weinberge und funkelnde Teiche – Der Naturpark Steigerwald – zwischen Nürnberg, Würzburg und Bamberg – zeigt sich Natur reich und vielseitig.„
So oder so ähnlich preist die Werbung den Steigerwald an. Da bin ich ja mal gespannt, welchen Eindruck der Wald bei mir hinterlassen wird. Nachdem lange diskutiert wurde, ob nördliche Teile des Steigerwalds den Status eines Nationalparks bekommen sollten, blieb es schlussendlich beim Naturpark. Sehr seltene Rotbuchen-Urwaldbestände entfachten diese Diskussion. Bald schon werde ich mich selbst davon überzeugen können. In einer Zeit des “social distancing“ habe ich eine geplante Reise nach England storniert und bin hier in Bayern fündig geworden. Um eine Woche mit Zelt und Rucksack unterwegs zu sein, bietet sich jetzt schon etwas länger die Möglichkeit des “Trekkingerlebnis Steigerwald“ an. Unter den gegebenen Umständen ist das genau das richtige für mich – viel Natur, wenig Mensch und vor allem Ruhe.
„Die Natur paßt sich ebenso gut unserer Schwäche wie unserer Stärke an.“
Henry David Thoreau, Walden
Tag 1 - Anreise / von Ebrach zum Trekkingplatz Radstein / Taubensee
Ich will jetzt endlich raus! Seit geraumer Zeit sitze ich in einem stickigen Regionalzug Richtung Franken. Ein Halt und noch ein Halt – Gott sein Dank – jetzt bin ich da – Bamberg. Am Bahnhofsvorplatz finde ich mich an der Bushaltestelle ein. Nachdem ich noch etwas Zeit habe, besetze ich eine ganze Sitzbank und warte und sortiere meine Gedanken zur bevorstehenden Tour. Der Frankenbus 991 wird mich nach Ebrach bringen, denn dort soll meine einwöchige Schleife durch den Steigerwald starten. Zu Hause hatte ich noch recherchiert, “gegoogelt“ und mir eine eigene Tour zurechtgebastelt.
Es bleibt ja immer spannend bis zum Ende der Tour, ob dann alles so glattläuft wie es geplant war. Nachdem der Bus das von Touristen beliebte Bamberg hinter sich gelassen hat, wird es beschaulicher. Eine kurvige Landstraße verbindet die Dörfer miteinander. Blühende Rapsfelder ziehen an mir vorbei und der Wald kommt immer näher. Oh – da war das Ortsschild von Ebrach, ich muss hier aussteigen! Der Bus fährt weg und ich stehe vor einer riesigen Klosteranlage. Das Kloster ist ziemlich einnehmend erhaben und bildet das Zentrum von Ebrach. 1127 wurde dieses Zisterzienserkloster gegründet und bestimmt seither den Ort. Nach einer geschichtsträchtigen Zeit sind große Teile der Klosteranlage heute eine Justizvollzugsanstalt. Aber das Kloster hebe ich mir für den Schluß meiner Schlaufentour auf, denn ich will jetzt endlich in den Wald.
Hier beginnt nun meine Wanderung. Eine Woche habe ich geplant, den Steigerwald zu erkunden. Wie eine Infinity-Schleife – eine liegende Acht also – geht meine Route durch den Steigerwald und am Kreuzungspunkt in der Mitte werde ich starten. Die ersten vier Tage folge ich der Schleife in den Norden des Waldes. Am vierten Tag werde ich dann für die letzten drei Tage einer kleineren Schlaufe in den Süden des Waldes folgen, um schlussendlich eine Woche später wieder hier am Ausgangspunkt zu stehen.
Mein erstes Ziel für heute ist nicht weit entfernt und befindet sich gleich hinter dem Baumwipfelpfad, der Trekkingplatz Radstein / Taubensee. Ich schultere den Rucksack und immer gleicht der erste Gedanke bei jeder Tour: „Was hast du da wieder alles eingepackt?“ Vermutlich ist es nicht das Gewicht, was mich zum Nachdenken bringt, sondern es ist meine erste Tour dieses Jahr mit schwerem Rucksack. Ich muss mich erst wieder daran gewöhnen. Die Versorgung ist auf dieser Wanderung eher eingeschränkt und ich habe so ziemlich alles dabei, was ich für eine Woche brauche. Den Parkplatz des Baumwipfelpfades so in Gedanken überquert, bin ich auch schon wenig später am selbigen angekommen. Eine schöne Anlage und irgendwie reizt es mich, schon jetzt zu Beginn meiner Tour über die Bäume zu wandeln. Aber kann ich mit einer Maske im Gesicht das Naturschauspiel wirklich auskosten? Nein, danke – lieber ein andermal!
Ich passiere den Kiosk und anschließend den Waldspielplatz. Der Weg taucht in den Wald ein und führt Richtung Steigerwald Zentrum. Es ist nur ein kurzes Stück zu gehen und ich erreiche den Trekkingplatz Radstein / Taubensee.
Baumwipfelpfad Steigerwald
Der Holzsteg mit einer Länge von 1150 Metern, der sich durch alle Etagen des Waldes windet und in einem 42 Meter hohen Aussichtsturm endet, bietet nicht nur ein fantastisches Panorama auf den Wald und seine Bewohner, sondern auch eine völlig neue Sichtweite. Der Pfad ist barrierearm und für Rollstühle und Kinderwägen geeignet.
Spannend aufbereitete Informationstafeln vermitteln dem Besucher Wissenswertes über den Wald und seine Nutzung. Viele Service Angebote runden den Besuch des Baumwipfelpfades ab, sei es eine allgemeine Führung oder eine Erfrischung am Kiosk. Für Kinder gibt es viel zu entdecken: Ein großer Abenteuerspielplatz, ein Wildgehege, der Kugelpfad und vieles mehr.
Ein schöner Platz auf einer kleinen Lichtung begrüßt mich freundlich. Die Feuerstelle ist mit einem massiven Betonring eingefasst und zwei Holzbänke stehen drumrum zum Verweilen. Hinter Büschen versteckt, entdecke ich die Toilette. Toll – alles da was man braucht! Nachdem ich mein Zelt aufgebaut habe, streife ich noch durch die nahe Umgebung. Es ist schön ruhig hier, nur ab und an kommen Tageswanderer am Platz vorbei. Bei Einbruch der Dunkelheit bin ich dann aber ganz alleine. Das Brennholz darf man sich laut Trekkingerlebnis Webseite in der Umgebung sammeln. So sitze ich noch gedankenverloren einige Zeit am wärmenden Feuer, bevor ich ins Zelt verschwinde und mich schon auf morgen freue.
Steckbrief - Trekkingplatz
Radstein, Taubensee, Oberschwarzach
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Nein
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
belebt
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt direkt am Wanderweg auf einer Lichtung. Hier kommen viele Tageswanderer vorbei, denn der Weg führt vom Baumwipfelpfad durch den Wald zum Steigerwald-Zentrum im Handthal.
Quelle / Trinkwasser – Wasser habe ich mir auf dem WC des Kiosks vom Baumwipfelpfad geholt, deswegen gibt es ein J / ein zu einer Quelle.
Disclaimer: Das ist nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Tag 2 vom Trekkingplatz Radstein / Taubensee zum Trekkingplatz Katzentännig
Früh schon wecken mich die Geräusche des Waldes. An der Feuerstelle koche ich mir Kaffee und dann geht es auch schon ans Packen. Ich schnüre mir die Schuhe, blick nochmal auf die Karte und schon bin ich auf dem Trail. Mein erstes Ziel, für heute, ist das Handthal. Der Weg führt mich durch schönen Laubwald und als ich den Wald verlasse, taucht das Steigerwald-Zentrum rechts von mir auf. Das Ziel des Steigerwald-Zentrums ist es, Nachhaltigkeit durch das Beispiel der Waldbewirtschaftung und Holznutzung erlebbar zu machen. Die Region Steigerwald mit ihren natürlichen Ressourcen zu schützen und zu fördern.
Das Wetter ist zu schön, um sich länger hier im Steigerwald-Zentrum herumzutreiben, denke ich mir, und schreite weiter Richtung Handthal. Im Dorf angekommen überquere ich den Bach und stehe vorm Café Lust. Die Leute entspannen genüsslich in der Sonne und spontan denke ich mir: “Hallo! Du bist im Urlaub, mach‘ doch was du willst!“ Und wenige Augenblicke später sitze ich auf der Terrasse und genieße ein kühles Getränk in der Sonne. Gemütlich ist es hier und das Dorf versprüht ein wirklich schönes Flair. Meine Augen schweifen hoch zur Stollburg: Da steige ich jetzt gleich hoch! Wegen des heutigen Sonntags, sind arg viele Menschen auf den Beinen. Wie in einer Karawane nur ohne Kindergartenschnur wandere ich mit anderen umgeben von Rebstöcken den Weinberg hoch. Mein Ziel ist die erhabene Burgruine Stollburg. Die meisten Ausflügler stoppen aber schon an der Gaststube Stollburg. Mit jedem Schritt nach oben wird das Panorama besser und besser. Irgendwie hat das ganze einen Anklang an das Panorama der Toskana. Oben angekommen erwartet mich die Ruine der Stollburg. Mauer- und Gewölbereste sind noch als Zeugen längst vergangener Glanzzeiten zuerkennen.
Das Handthal und die Stollburg
Das Handthal – “Tal am Hagen“ ist von dichtem Wald umgeben und bietet dem Weinbau ein perfektes Klima, um hochqualitativen Frankenwein zu keltern. Die Beziehung zwischen Handthal und der Stollburg, die sich unmittelbar nebenan befindet ist tiefgreifend und eng. Die Stollburg wird als mögliche Geburtsstätte des Lyrikers Walther von der Vogelweide vorgeschlagen. Unterhalb der Burgruine befindet sich mitten in der Weinberge die Gaststube Stollburg mit einer wunderbaren Sonnenterrasse und einem beeindruckenden Ausblick. Doch noch besser hat man von der Burgruine einen umfassenden Panorama-Blick auf das Steigerwald-Vorland. Es ist zudem noch ein Teil des achteckigen Bergfrieds erhalten, der erahnen lässt, wie mächtig die Anlage ehemals war.
Noch weiß ich nicht was mich auf dem Trekkingplatz in Katzentänning erwartet, bzw. ob eine Quelle zu finden sein wird. Prüßberg ist ein einfaches, aber irgendwie gemütliches Dorf, in dem noch jeder jeden kennt. Plötzlich ist der Rucksack wieder schwer. Alle Flaschen sind mit frischen Wasser gefüllt. Wie ein schwer beladenes Dromedar stampfe ich aus dem Dorf hinaus Richtung Trekkingplatz. An Feldern vorbei nähere ich mich wieder einem Wald. Ein gute halbe Stunde später scheine ich fast da zu sein.
Steckbrief - Trekkingplatz
Katzentännig, Hundelshausen
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Ja
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
ruhig
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt am Waldrand an einer Wiese wenig entfert von einem Feldweg. Ausreichend Platz für einige Zelte vorhanden. Ausrichtung südwestlich. Quelle ist mir keine bekannt.
Disclaimer: Das ist nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Tag 3 - vom Trekkingplatz Katzentännig zum Trekkingplatz Hainach
Ein Vogelkonzert versüßt mir den Start in den Tag. Noch liegt der Morgentau auf den Gräsern rund um den Trekkingplatz. Frühstücken und Rucksack packen geht mir schnell und leicht von der Hand. Ich will heute zügig auf den Trail. Ein kurzes Stück durch den Wald und ich stehe im nächsten Dorf mit Namen Neuhausen. Am Dorfbrunnen fülle ich meine Wasserflaschen auf. Mit im Rucksack ist immer zu Sicherheit ein Wasserfilter, er soll mich vor bösen Überraschungen bewahren. Hinter dem Dorf tauche ich in ein hügeliges Waldstück ein. Jetzt setze ich meine Füße auf einen Abschnitt des Panorama-Wegs Steigerwald, dem ich bis zum Zabelstein folgen werde. Der Wald scheint um diese frühe Stunde auch noch etwas verschlafen zu sein. Ruhig begleitet er mich auf meinem Weg. Keinen Kilometer später höre ich ein Plätschern. Oh wie toll! Eine Quelle direkt am Weg. Eingefasst mit einer kleinen Mauer und einem Wasserhahn hat sie auf mich gewartet. Ich tausche mein Wasser aus dem Dorfbrunnen gegen das frische Quellwasser aus.
Der Zabelstein
Mit seiner Höhe von 480 m markiert er die Nordwestspitze und Grenze des Steigerwalds zum Maintal. Auf dem Zabelstein sind noch Überreste einer Ringmauer zu finden, die zu einer Burganlage gehören. Die Entstehung soll bis ins frühe 12. Jahrhundert reichen. Ein Besuchermagnet ist der Zabelstein auch wegen der Aussicht ins Vorland des Steigerwalds bis zum Schweinfurter Becken. Der erste Aussichtsturm stand ab 1956 auf dem Berg. Ende 2020 wurde ein neuer Turm errichtet. Dieser hat eine Höhe von 19,50 m und gibt den Besuchern ein grandioses Panorama frei. (Im Sommer 2020, als ich dort war, war leider wegen Bauarbeiten kein Turm vorhanden).
Wenig später passiere ich den Weiler Heinachshof. Er versteckt sich auf einer großen Lichtung, umrandet vom dichten Wald. Gleich darauf quere ich eine Straße und der Weg führ mich auf einen Bergrücken. Hier habe ich einen wirklich schönen Abschnitt vor mir. Ein wunderschöner Trail führt mich zum Zabelstein. Der Zabelstein, mein eigentliches Highlight des Tages, dämpft aber meine Euphorie. Haben die doch einfach den Aussichtsturm abgerissen und den neuen noch nicht platziert.
Der Alte war wohl nicht mehr sicher und es wird ein neuer Turm aufgestellt. Leider sieht man wenig von der versprochenen Aussicht, da der Zabelstein rundherum mit Bäumen bewachsen ist. Immerhin ein Grund wieder einmal hier herzukommen. Aber abgesehen von dem Aussichtsturm, ist der Zabelstein ein geschichtsträchtiger Ort. Ich steige über die Reste der alten Burgfestung, deren Alter bis in 12. Jahrhundert zurückreichen soll. Bei einer ausgiebigen Pause, auf einer der alten Mauern, genieße ich die Ausstrahlung des Ortes.
Hier gibt es sogar eine öffentliche Toilette und eine Art Kiosk (Kultur, Kunst – Frey am Zabelstein) der allerdings wegen der aktuellen Situation nicht bewirtschaftet ist. Während ich so am Entdecken bin, treffe wieder auf die Jungs von gestern Abend am Trekkingplatz. Sie berichten mir, das sie auch auf den Trekkingplatz / Hainach wollen. Wir tauschen uns noch kurz aus, wo die nächste Quelle zu finden sein soll und schon bin ich wieder unterwegs.
Der weitere Weg verläuft eher ein wenig monoton auf Forstwegen. Am Rastplatz “Maintalblick“ mache ich nochmal eine Pause, bevor mein Weg Richtung “Großer Knetzberg” geht. Jetzt wird es nochmal spannend, denn die Jungs haben mir auf der Karte eine Quelle gezeigt. Sie soll sich am Großen Knetzberg befinden und quasi auf meinem Weg liegen. „Schwarzbrunnen“ als Name, nennt es mir die Karte. Nicht mehr weit und ich sollte quasi fast darüber stolpern.
Nun stehe ich da, doch weit und breit kein Wasser. Jetzt wird mein Entdeckergeist geweckt und ich durchsuche die Umgebung, um besagte Quelle zu finden. Ohne dem versprochenem Wasser aus der Quelle habe ich für heute Abend und morgen Früh zu wenig dabei. Es würden vermutlich einige Zusatzkilometer notwendig werden, um wieder an einen alternativen Wasservorrat zu kommen. Nachdem ich ein Stück im Wald abgestiegen bin, entdecke ich eine kleine, vielversprechende Senke. Und siehe da – ich habe den Quellgrund gefunden. Wirklich unscheinbar und sparsam tropft es da schüchtern aus dem Hang. Aber es ist frisches Quellwasser und was will ich mehr. Es tropft mehr, als dass es fließt und mit Geduld fülle ich meine leeren Flaschen. Der Rucksack ist erneut gut schwer, aber das Gefühl wieder ausreichend Wasser bis morgen zu haben, beruhigt mich um so mehr.
Der Weg zieht am Knetzberg vorbei und ich erreiche den Silbersattel. Von hier sollten es nur noch wenige hundert Meter zum Trekkingplatz sein. Als ich ankomme, bin ich alleine, die Jungs sind wohl noch unterwegs. Das Team vom Trekkingerlebnis hat den Platz dem Schwarzstorch gewidmet. Der Trekkingplatz wurde einem großen „Schwarzstorchhorst“ nachempfunden. Die Aussicht ist wirklich schön. Ich suche mir einen Platz für das Zelt und schon höre ich Stimmen aus dem Wald. Es sind die Jungs. Sie berichten mir, die Quelle nicht gefunden zu haben und dass sie jetzt zu wenig Wasser hätten. Sobald sie sich hier niedergelassen hätten, würden sie nochmal losziehen und Wasser suchen. Sie finden dann auch fließendes Wasser in einem Bach in der Nähe des Trekkingplatzes und dank Wasserfilter ist das dann auch sicher zu trinken. Mit einem schönen Lagerfeuer beenden wir diesen schönen Wandertag gemeinsam.
Steckbrief - Trekkingplatz
Hainach, Oberschwappach
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Nein
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
belebt
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt am Waldrand an einem Feld bzw. einer Wiese. Er bietet aussreichend Platz für einige Zelte. Ausrichtung nordöstlich. Leicht erhöht kann man jenseits der Autobahn die Haßberge sehen.
Quelle / Trinkwasser – Schwarzbrunnen – Breite, Länge: 49.95404,10.52143 ca. 1,4km entfernt.
Disclaimer: Das ist nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Tag 4 - vom Trekkingplatz Hainach zum Trekkingplatz Steinknuck, Neuschleichach
Wieder ist das Wetter wunderschön an diesem Morgen. Mein Ziel heute ist der Trekkingplatz Steinknuck. Langsam bekomme ich wieder Routine in meinen Wanderalltag. Und es gehört für mich auch dazu, mich über die kleine Dinge zu freuen: Sei es ein warmer Kaffee oder dass mir die Sonne warm ins Gesicht scheint. Das mag ich am Wanderer-Dasein; so ganz im Moment sein. Der Rucksack ist schon ein wenig leichter, denn das eine oder andere habe ich von meinen Vorräten schon aufgefuttert. Ich verabschiede mich von den Jungs, die noch etwas länger am Morgen brauchen. Am Abend werde ich sie ja wiedersehen.
Mein Trail zieht erst ein Stück durch den Wald und führt mich dann hinaus zwischen die Felder. Hier habe ich freie Sicht und kann die Weinberge von Zell am Ebersberg sehen, deren Grün sich wie eine Decke um die Hügel schmiegen. Zell am Ebersberg liegt schön eingebettet zwischen den sanften Hügeln. Malerisch fließt der Stöckigsbach durch die Ortschaft. Als ich in die Schloßsteige einbiege, merke ich erst, wie steil dieser “Hügel” dann doch ist. Der Name verrät mir, dass oben wohl einst eine Burg oder Schloss gestanden haben muss.
Mit dem ein oder anderen Schweißtropfen auf der Stirn, erreiche ich den Schloßberg. Die Aussicht ist grandios und ich werde für alle Mühen entschädigt. Der Süd- und Westhang sind mit Wein bewachsen. Wie der wohl von dieser Langhage schmecken mag? Man könnte erneut meinen, man befindet sich in Italien und nicht im Norden von Bayern. Dieses Unterfranken kann wirklich überraschen.
Am Ebersberg vorbei verlasse ich das Tal Richtung Schleichach. Vor Oberschleichach quere ich die Straße, passiere einen Waldspielplatz und erreiche über einen Hügel letztlich Neuschleichach. Schnellen Fußes wandere ich hier durch und bin froh, als ich wieder vom Wald verschluckt werde. Nun bin ich im Tal der Aurach. Der Name klingt groß, entpuppt sich aber nur ein als kleiner Bach. Der Talkessel wird immer gedrungener und ich steige einen Hang hoch, der mich oben angekommen, mit einer Straße überrascht.
Nach wenigen hundert Metern zweigt der Trail in den Wald ab. Fast schnurgerade, ganz ohne Höhenunterschied, führt mich der Weg zum Trekkingplatz Steinknuck.
Am Weg sehe ich, dass in der Nähe ein Auto steht und ein spießiger Gedanke kommt in mir hoch. “Jetzt müssen die Leute mit ihrem SUV schon bis mitten in den Wald fahren!“ Doch dem ist zum Glück weit gefehlt. Als ich näher komme sehe ich, dass hinter der Frontscheibe “Forst” steht. Da bin ich ja beruhigt und ich muss über mich selbst schmunzeln. Der Platz empfängt mich ruhig, ja fast meditativ. Kein Mensch weit und breit und auch von den Jungs ist nichts zu sehen. Ich schaue mich um – wie immer alles da, was das Wanderer-Herz begehrt. Plötzlich fährt der SUV um die Ecke und stoppt am Trekkingplatz.
Ein Mann steigt aus und begrüßt mich. Er ist vom Staatsforst und ein wenig neugierig, was ich so von den Trekkingplätzen halte. Wir tauschen uns kurz aus und er verrät mir netterweise, wo die nächste Quelle zu finden ist – großartig. Sie befindet sich nur 200 Meter vom Trekkingplatz entfernt und ich weiß nicht, ob ich diese ohne den sachdienlichen Hinweis selbst gefunden hätte. Ich suche mir einen schönen Platz für mein Zelt, suche die Quelle auf und durchstöbere die Umgebung. Da es erst Nachmittag ist entschließe ich mich, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Ein malerischer Pfad führt durch schönen Laubwald zur nahen Waldkapelle. Ich mag ja solche kleinen Zufluchtsorte zum Innehalten und kurzen Verweilen auf meinen Wanderungen.
Als ich von meinem kleinen Ausflug zurückkomme, hat sich ein Pärchen zu mir gesellt. Später treffen dann auch noch die Jungs ein und wie bereits die letzten Abende sitzen wir zusammen am Feuer, bis wir müde in die Schlafsäcke fallen.
Steckbrief - Trekkingplatz
Steinknuck, Neuschleichach
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Nein
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
sehr ruhig
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt im Wald an einer Lichtung. Ebener Grasplatz mit genügend Platz für einige Zelte. Nebenan steht eine Hütte für Forstarbeiter.
Quelle / Trinkwasser – Steinknuck – Breite, Länge: 49.92383,10.56688 ca. 200 entfernt.
Disclaimer: Das sind nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Tag 5 - vom Trekkingplatz Steinknuck, Neuschleichach zum Trekkingplatz Radstein / Taubensee
Die Nacht im Wald war wunderbar. Ich drehe mich nochmal um und genieße den Morgen ohne Wecker. Was ich ja gerne mache und auch zu einem kleinen Wanderritual gehört ist, den ersten Kaffee noch im Schlafsack eingekuschelt zu kochen. Gemächlich lasse ich den Tag so starten.
Der Rucksack lehnt an der Bank und ich habe schon gepackt. Heute Abend werde ich keinen der Leute mehr sehen, denn sie sind dann schon auf dem Nachhauseweg. Ich verabschiede mich von allen und mein heutiges Ziel ist erneut der Trekkingplatz Radstein, um dann morgen in die Südschleife zu starten.
Zum Einstieg in den heutigen Wandertag, folge ich einem Forstweg, der mich nach wenigen Kilometern zu einem Pfad führt. Hier biege ich rechts in den Trail ein und wandere beschwingt durch den Wald. Weiter geht es am Waldrand entlang und vom Hügel oben sehe ich schon im Tal das nächste Dorf liegen. Untersteinbach heißt der Ort und kaum habe ich das Ortsschild passiert, werde ich positiv überrascht. Ich stehe vorm Dorfladen und freue mich, weil ich mit sowas nicht gerechnet habe. Eine tolle Überraschung, auch, wenn ich alles Nötige im Rucksack durch den Wald schleppe. Die eine oder andere Kleinigkeit findet dann doch noch Platz in meinem Rucksack.
„Essen“ ist ohnehin so ein Dauer-Thema, wenn man wandern ist. Keine Ahnung, wie viele Gedanken ich schon daran verschwendet habe. Glaubt mir, man ist damit nicht alleine und vieles dreht sich beim Wandern um dieses ganz banale Grundbedürfnis. In Untersteinbach überquere ich die Rauhe Ebrach und bin über einem Feldweg schnell im Dorf Wustviel. Dort komme ich leicht ansteigend dem Wald wieder näher. Nicht mal eine einzige Wolke schmückt heute den Himmel.
So bin ich dann auch froh, bald wieder in den schattigen Wald abtauchen zu dürfen. Kurz verschnaufe ich an einer Bank, die mir nochmal einen schönen Blick zurück ermöglicht. Auf der Karte entdecke ich, dass der Trekkingplatz Geusfeld gleich um die Ecke ist und da will ich meine Mittagspause verbringen. Wenige hundert Meter und einen kleinen Anstieg später bin ich dann angelangt. Ein schöner Platz. Da er sich zudem an einem Hügel befindet, hat man auch noch eine tolle Aussicht von hier. Am Waldrand unter einem Baum dösend verbringe ich hier meine Mittagspause. Schilder in der angrenzenden Wiese weisen die Besucher des Trekkingplatzes an, ihr Zelt doch bitte nicht dort aufzubauen. Denke, das ist auch etwas dem Platz selbst geschuldet, denn es gibt eher wenig geeignete Flächen am Trekkingplatz für Zelte. Für heute, soll das aber nicht meine Sorge sein.
Mein Weg nach der Pause wird bis zum Trekkingplatz Radstein nur durch den Wald führen. Jetzt kämpfe ich mich erstmal eine Steigung hoch. Klosterberg nennt sich der Abschnitt. Vielleicht heißt das, dass Ebrach wieder näher kommt. Ich durchschreite ein kleines Zwischental bis der Trail nochmal kurz ansteigt, um dann immer steiler zum Naturwaldreservat Waldhaus im Handthaler Graben abzufallen. Es scheint, eine ziemlich feuchte Ecke hier zu sein. Ab und zu informieren Schilder zu seltenen Feuersalamandern, auch, wenn ich leider keinen gesehen habe. Der Talgrund ist voll mit Weihern, wobei treppenartig einer in den anderen fließt.
Steckbrief - Trekkingplatz
Geusfeld, Rauhenebrach
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Ja
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
ruhig
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt im Wald am unmittelbar am Waldrand. Der Platz ist leicht schräg und bietet nicht allzu viel Raum für mehrere Zelte. Durch die erhöhte Lage hat man einen schönen Blick über die Landschaft. Leider ist mir in der Umgebung keine Quelle bekannt.
Disclaimer: Das ist nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Tag 6 - vom Trekkingplatz Radstein / Taubensee zum Trekkingplatz Lindach / Winterleite
Ich stehe vorm Freibad in Ebrach. „AcquaSana Naturbad Ebrach“ steht auf einem Schild. Nachdem ich mein Lager am Trekkingplatz Radstein abgebrochen hatte, habe ich am Ortseingang von Ebrach gestoppt, um einen kleinen, neugierigen Abstecher zum Freibad zu machen. Dort will ich dann am Samstag noch in die Fluten springen, wenn ich meine Tour abgeschlossen habe. Quasi als Belohnung noch etwas Wellness zum Schluss.
Jetzt geht es für mich erstmal weiter, denn mein heutiges Ziel soll der Trekkingplatz Lindach / Winterleite sein. Noch etwas verschlafen zeigt sich Ebrach heute Morgen. Kurz vorm Kloster steige ich die Waldstraße hoch und passiere einen Waldspielplatz. Ein Feldweg führt mich um Ebrach herum zum nördlichen Ortsausgang. Hier darf ich dann endlich wieder in den Wald.
„Walter-Hartmann-Weg“ – so heißt der Trail, auf dem ich jetzt ein Seitental hoch wandere. Ein schöner Weg, aber die Freude währt nicht allzu lange. Ich muss gezwungenermaßen auf die Hauptstraße, leider gibt es keine Alternative. Für fast einen Kilometer laufe ich auf der Teerstraße, um dann nach rechts abzubiegen. Na ja, war jetzt nicht wirklich so schlimm, heute hält sich der Verkehr in Grenzen. Durch den Wald erreiche ich eine große Lichtung. Einzelne Häuser stehen zwischen Reihen von Buschwerk. Schmerb heißt der Ort und irgendwie finde ich die Lage hier sehr idyllisch. Eine Straße führt durch den Ort und kurz darauf bin ich auch schon wieder im Wald verschwunden. Von hier wechselt der Weg immer wieder zwischen kleinen Waldwegen und richtig breiten Forststraßen. Der Wald ist hier so trocken, viele Bachläufe sind ohne Wasser. Ich muss meine Augen offen halten, um an Wasser zukommen.
Nochmal werde ich vom Wald ausgespuckt. Richtig versteckt präsentiert sich der Ort Oberweil. Auch dieser wird von dem großen Steigerwald umschlugen. Einen kleinen Abstand zum Waldrand verschaffen einige Wiesen und Getreidefelder um den Ort herum. Am Ortseingang sehe ich einen Vater mit seinem Kind im Pool plantschen und entschließe mich ihn zu fragen, ob er meine Wasserflaschen auffüllen kann. Ich denke mir: “Lass alles auffüllen, was du hast, bei diesem Wetter!“ Hilfsbereit verschwindet der Mann mit meinen diversen Wasserflaschen im Haus. Wenige Augenblicke später kommt er zurück und übergibt mir meine frisch gefüllten Flaschen. Unheimlich dankbar verabschiede ich mich von ihm. Fragen kostet nichts und man kann sich das auch ruhig mal trauen.
Heute brennt die Sonne richtig runter, umso mehr freue ich mich, gleich erneut in den dichten Wald zu verschwinden. Hinter einem großen Solarzellenfeld biege ich in die “Hohe Straße“ ein. Soweit ich weiß, scheint die “Hohe Straße“ ein historischer Weg von Ost nach West zu sein. Sie verläuft, quasi immer oben, weil es im Tal oft sumpfig war. Wenig weiter zweigt ein Trail ab, dem ich parallel zur „Hohe Straße“ für gut zwei Kilometer folge.
Der kurzweilige Trail mündet erneut in die „Hohe Straße“. Ein Blick auf die Karte verrät mir, ich habe nur noch ein kurzes Stück bis zum Trekkingplatz Lindach. An der nächsten Kreuzung biege ich rechts ab. Vielleicht 100 Meter später bin ich bereits angekommen. Mitten im Wald befindet sich diese wahre Oase. Eine kleine gerodete Fläche mit Platz für einige Zelte, eine Feuerstelle und ein Shelter. Natürlich ist auch hier wieder eine Toilette um die Ecke versteckt. Ich werfe mein Zeug in den Shelter und verschnaufe erstmal, so aufgeheizt, wie ich von der Hitze des Tages bin.
Als ich dösend und verträumt in den Wald starre, nehme ich plötzlich Stimmen wahr. Die Stimmen kommen auf mich zu und entpuppen sich als ein wanderndes Pärchen. Beide haben ebenfalls einen großen Rucksack geschultert. Oft gibt es beim ersten Beschnuppern skeptische Blicke. Aber wenig später sitzt man schon zusammen am Feuer und spricht über Gott und die Welt und lernt sich besser kennen. Ja – und so war es dann auch! Wir genossen am Abend zusammen das Feuer und verschwanden bald müde und voller Eindrücke in unseren Zelten.
Steckbrief - Trekkingplatz
Lindach, Winterleite
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Ja
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
ruhig
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt im Wald. Grasplatz für einige Zelte. Leider ist mir in der Umgebung keine Quelle bekannt.
Disclaimer: Das ist nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Tag 7 - vom Trekkingplatz Lindach / Winterleite, Burgebrach zum Trekkingplatz Klinge, Winkelhof
Ich liege noch in den Federn, als sich meine Mit-Camper bereits von mir verabschieden. Da ich ja keine riesigen Strecken zurücklege, lass ich es bei der Steigerwald Tour sehr gemächlich angehen. Entspannt sitze ich bei meinem Frühstückskaffee und lausche den Klängen des Waldes. Der Weg wird mich heute zum Trekkingplatz Klinge, Winkelhof führen. Auf meiner Route liegt auch der Trekkingplatz Pfaffenwiese, den ich mir für eine Rast eingeplant habe. Des Weiteren bin ich auch neugierig, wie der Platz so ist und will ihn auf keinen Fall auslassen. Der Schlafsack ist ausgelüftet und ich verstaue alles in meinem Rucksack. Los geht‘s!
Eine halbe Stunde nach meinem Start kommt der Waldrand immer näher. Noch ist es nicht so heiß und die Sonne ist angenehm auf der Haut. „Was habe ich ein Glück mit dem Wetter!“ – denke ich mir. Je näher ich dem Tal der Ebrach komme, umso mehr zeichnet sich der nächste Ort vor mir ab. Zwischen den Feldern wandernd erreiche ich Mönchherrnsdorf. Noch den kleinen Hügel runter und ich bin da.
Hier gibt es eine Bäckerei – toll! Erst als ich drinnen stehe stelle ich fest, dass es ein richtiger Dorfladen mit erstaunlich großer Auswahl ist. Mit einem frischen Kaffee verlasse ich den Laden. An der Bushaltestelle neben dem Maibaum, finde ich eine schöne Sitzgelegenheit. Nun schlürfe ich leckeren Kaffee und beobachte was hier im Ort alles so passiert. Anschließend verlasse ich die Ortschaft nach Süden. Eine Brücke bringt mich über die „Mittlere Ebrach“. Hier auf der anderen Seite des Flusses steigt der Trail wieder an und quert einen Hang. Oben wandere ich weiter zwischen den Feldern bevor ich am höchsten Punkt dann rechts Richtung Wald abbiege. Der Wald bildet eine lauschige Ecke und vom direkt angrenzenden Feld leuchten mir Sonnenblumen entgegen.
Mein Trial verläuft weiter im Wald Richtung Westen. Erst steigt er leicht an und fällt dann in ein kleines Tal ab, das zum Ort Schrappach führt. Kurz bevor ich nach Links abbiege, finde ich, was ich gesucht habe. Rechts, hinter Baumstämmen entdecke ich eine eingefasste Quelle. Gemächlich plätschert sie beruhigend vor sich hin. Eine Bank versüßt mir zudem den lauschigen Aufenthalt. Wie ein Dromedar fülle ich alle meine Wasserspeicher.
Steckbrief - Trekkingplatz
Pfaffenwiese, Burgwindheim
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Nein
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
sehr ruhig
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt bei einer Waldarbeiterhütte. Ein Stück unterhalb führt eine Forststraße vorbei. Platz für mehrere Zelte vorhanden. Leider ist mir in der Umgebung keine Quelle bekannt.
Disclaimer: Das ist nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Die ersten Schritte mit soviel Wasser sind wieder ungewohnt. Der Trail schraubt sich in einigen Windungen den Hügel hoch. Ein Stück weiter überquere ich die Straße, die nach Schrappach führt. Vom hier gelegenen Parkplatz führen mehrere Weg weiter. Der linke kommt mir am sinnvollsten vor. Nach einer Art Wendeplatte nehme ich den Pfad, der hier ab geht. Wenig später lande ich erneut auf einem großen Forstweg. Jetzt immer nach Westen orientiert und bald sollte ich den Trekkingplatz Klinge, Winkelhof erreichen.
Leicht erhöht, links vom Forstweg, liegt dieser Trekkingplatz. Nun – mit seiner neuen Bestimmung – beherbergt dieser verwilderte Sandsteinbruch erschöpfte Wanderer. Mit Bäumen umgeben fühlt es sich wie ein behagliches Nest im Wald an. Durch das leicht abschüssige Gelände brauche ich etwas Zeit, einen geeigneten Platz für die Nacht zu finden. Wenig später trifft auch das Pärchen von gestern ein. Auch heute machen wir es uns gemeinsam gemütlich am Feuer. Die Beiden sind es, die mich für eine meiner nächsten Touren inspirieren. Sie erzählen mir vom Frankenwald und ihrer Tour, die sie dort unternommen haben. Aber mehr dazu wird in einem anderen Beitrag berichtet. Die lodernden Flammen sind nur noch Glut und es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Gute Nacht!
Steckbrief - Trekkingplatz
Klinge, Winkelhof
|
Ja
|
|
Feuerstelle
|
|---|---|---|
|
Ja
|
|
Sitzgelegenheit
|
|
Nein
|
|
Shelter
|
|
Ja
|
|
Toilette
|
|
sehr ruhig
|
|
Lage
|
Der Trekkingplatz liegt eingebettet in einem alten Steinbruch. Ein Stück unterhalb führt eine Forststraße vorbei. Platz für Zelte begrenzt vorhanden (abschüßiges Gelände). Leider ist mir in der Umgebung keine Quelle bekannt.
Disclaimer: Das ist nur meine subjetiven Infos. Für weitere Infos bitte die offizielle Webseite besuchen – > trekkingerlebnis.de
Tag 8 - vom Trekkingplatz Klinge nach Ebrach - Abreise
Schlaftrunken höre ich Geräusche außerhalb meines Zeltes. Als ich den Reißverschluss öffne stelle ich fest, dass mich die zwei schon verlassen haben. Auf der Bank am Feuer finde ich eine Nachricht von ihnen. “Mach‘s gut. Komm gut heim!“ lieb von ihnen und ich schmunzle in mich hinein. Ich werde sie als zurückhaltende, aber aufgeschlossene Menschen in Erinnerung behalten. Bis zum Nachmittag will ich in Ebrach sein, um den Bus rechtzeitig zu bekommen und das inklusive eines Abstechers zum Naturbad.
Ich packe fix zusammen und verlasse diesen gemütlichen, letzten Trekkingplatz. Wenn es auf das Ende einer Tour zu geht, tritt immer – mal mehr, mal weniger – eine Wehmut zutage. Auch jetzt verspüre ich das Gefühl von Bedauern, dass die Tour schon wieder vorbei ist. “Ciao Trekkingplatz! Es war mir eine Ehre”
Kloster Ebrach
1127 wurde das erste rechtsrheinische Zisterzienserkloster in Deutschland von den Brüdern Berno und Richwin, fränkischen Edelfreien, im bewaldeten Tal der Mittleren Ebrach gegründet und war dem Mutterkloster Morimond unterstellt.
Wer noch mehr über das Leben und den Einfluß des Klosters auf die Gegend und die Menschen wissen will, empfehle ich den interessanten Podcast des BR.
Ich marschiere durch den Wald und nach gut zwei Kilometern weiter erreiche ich den Weiler Obersteinach. An zwei Weihern vorbei folge ich dem Trail zum Winkelhof. Wenig später bin ich an selbigen. Wald umschließt den Winkelhof und einige weitere Gehöfte. Soweit ich weiß gehört der Hof zur Benediktiner Abtei Münsterschwarzach und wird für Freizeiten des dazugehörigen Egbert-Gymnasiums genutzt. Das kann ich mir gut vorstellen. Das markante Forsthaus ist ein ehemaliges Wasser- und Waldschlösschen. Dieses Haus steht auf einer Art Insel und ist bis auf die Zufahrt von einem der Fischweiher umschlossen. Irgendwie pittoresk und märchenhaft wirkt das alles auf mich.
Noch etwas verträumt tauche ich wieder in den Wald ein. Kurz vor Großgressingen erreiche ich dann wieder den Waldrand, überquere die Straße und streife durch den Ort. Hier folge ich kurz einem kleinen Tal, steige auf einem Hügel und sehe von hier aus das Kloster Ebrach vor mir. Nach einem genussvollen, letzten Blick steige ich zum Kloster ab und beende meine Tour – zumindest fast. Das Naturbad ist ja nur wenige Minuten von hier und ich habe es mir schon die ganze Zeit vorgenommen. Los geht’s zum Bad. AcquaSana – das hört sich ja richtig gesund an. Ich schwimme hier ohne Chemie und die Wasseraufbereitung findet biologisch statt.
Erfrischt und zufrieden verlasse ich das Bad. Es bleibt mir noch etwas Zeit bis der Bus fährt. Im Kopf überleg ich mir, was ich mache: erst das Kloster ansehen, dann noch einen Kaffee trinken – gute Idee! Ich streife durch die öffentlich zugänglichen Bereiche des Klosters, dem unteren und oberen Abteigarten. Sehr imposant ist auch die Klosterkirche. Was für ein Abschluss! Der Durst führt mich zu einem Café am Marktplatz, gleich gegenüber meiner Bushaltestelle. Alles ist perfekt, um hier auf den Bus zu warten. Als ich in den Bus steige, endet hier endgültig meine erste, große Steigerwaldtour. Zufrieden blicke ich aus dem Fenster, während der Bus gemächlich Richtung Bamberg rollt. Auch wenn es nicht die mega-spektakulären Highlights gibt, die Natur zeigt sich “reich und vielseitig“, da hat die Werbung wohl doch recht.
Route & Daten
Zeit
Niedrigster Punkt
runter
Distanz
Höchster Punkt
rauf
Etappenübersicht
Anreise / Trekkingplatz Radstein, Taubensee
Tag 1Ich schultere den Rucksack und wie immer der Gedanke im Kopf, was hast du da wieder alles eingepackt? Vermutlich ist es nicht das Gewicht, was mich zum Nachdenken bringt, sondern es ist meine erste Tour dieses Jahr mit schwerem Rucksack…
Trekkingplatz Katzentännig, Hundelshausen
Tag 2Früh schon wecken mich die Geräusche des Waldes. An der Feuerstelle koche ich mir Kaffee und dann geht es auch schon ans Packen. Ich schnüre mir die Schuhe, blick nochmal auf die Karte und schon bin ich auf dem Trail. Mein erstes Ziel, für heute, ist das Handthal. …
Trekkingplatz Hainach, Oberschwappach
Tag 3Ein Vogelkonzert versüßt mir den Start in den Tag. Noch liegt der Morgentau auf den Gräsern rund um den Trekkingplatz. Frühstücken und Rucksack packen geht mir schnell und leicht von der Hand, ich will auf den Trail. …
Trekkingplatz Steinknuck, Fabrikschleichach
Tag 4Wieder ist das Wetter wunderschön an diesem Morgen. Mein Ziel heute ist der Trekkingplatz Steinknuck. Langsam bekomme ich wieder Routine in meinen Wanderalltag. Sich über kleine Dinge zu freuen, sei es ein warmer Kaffee oder das die Sonne scheint. …
Trekkingplatz Radstein, Taubensee
Tag 5Die Nacht im Wald war wunderbar. Ich drehe mich nochmal um und genieße den Morgen ohne Wecker. Was ich ja gerne mache ist, den ersten Kaffee, noch im Schlafsack gekuschelt, zu kochen. Gemächlich lasse ich den Tag starten.
Trekkingplatz Lindach, Winterleite
Tag 6Ich stehe vorm Freibad in Ebrach. AcquaSana Naturbad Ebrach steht auf einem Schild. Nachdem ich mein Lager am Trekkingplatz Radstein abgebrochen hatte, habe ich am Ortseingang von Ebrach gestoppt, um einen kleinen neugierigen Abstecher zum Freibad zu machen. …
Trekkingplatz Klinge, Winkelhof
Tag 7Ich liege noch in den Federn, als sich meine Mit-Camper von mir verabschieden. Da ich ja keine riesigen Strecken zurücklege, lass ich es immer sehr gemächlich angehen. Entspannt sitze ich bei meinem Frühstückskaffee und lausche den Klängen des Waldes.
Zurück nach Ebrach / Abreise
Ich höre Geräusche außerhalb meines Zeltes und als ich den Reißverschluss öffne stelle ich fest, das mich die Zwei schon verlassen haben. Auf der Bank am Feuer finde ich eine Nachricht von ihnen. “Mach‘s gut. Komm gut heim!“ …
