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Herausfordernd- Spektakulär - Geschichtsträchtig - Abenteuerlich - Unvergesslich
Was bisher geschah… Tag 1 – 12….
Die Reise begann in Edale, wo wir nach einer ersten Nacht am Old Nags Head die ersten Etappen des Pennine Way durch das Peak District in Angriff nahmen. Nach 7 Tagen Wanderung, beeindruckenden Gipfeln und endlosen Weiten erreichten wir Hawes, wo der Pennine Way uns durch pittoreske Dörfer und herausfordernde Höhen führte. Von dort aus machten wir uns auf den Weg in die entlegene Swaledale Region, bevor es weiter ging Richtung Tan Hill, dem höchstgelegenen Pub Englands. Auf unserem Weg begegneten uns nicht nur atemberaubende Landschaften, sondern auch historische Orte wie das Stoodley Pike Monument und das Great Shunner Fell. Nach einer ruhigen Nacht in Garrigill wanderte der Pennine Way uns durch das Northumberland und endete schließlich im charmanten Alston, wo wir uns von einem Musikfestival verzaubern ließen. Der zwölfte Tag brachte uns nicht nur großartige Ausblicke und Abenteuer, sondern auch das unerwartete Geschenk eines besonderen Buches, das uns tief mit der Geschichte des Weges verband.🚶♂️🔥
Diese ersten zwölf Tage waren eine Mischung aus Herausforderungen, natürlicher Schönheit und unerwarteten magischen Momenten, die die Wanderung zu einem unvergesslichen Abenteuer machten.
„There’s no such thing as bad weather, only inappropriate clothing.“
Alfred Wainwright
Etappe 13 - von Alston nach Greenhead
Abenteuerlich, historisch, windig.
Nach einem aufregenden Nachmittag und Abend auf dem Musikfestival in Alston, machten wir uns wieder auf den Trail und freuten uns darauf, den Pennine Way fortzusetzen. Zu Beginn des Tages führte uns der Weg entspannt dem River Tyne entlang bis nach Slaggyford, wo der Pennine Way noch relativ ruhig und flach war. Doch hinter Slaggyford änderte sich das Terrain: Der Weg wurde deutlich hügeliger, und wir begannen, in eine rauere, wilder wirkende Landschaft einzutauchen. Kurz darauf kamen wir an einem beeindruckenden Viadukt der ehemaligen Eisenbahnlinie vorbei, die einst durch dieses Tal verlief und die Region mit der restlichen Welt verband – ein faszinierender Blick in die industrielle Vergangenheit.
Nachdem wir das Viadukt hinter uns ließen, setzte der Weg über offenes Moorland fort, was die Natur noch ursprünglicher erscheinen ließ. In der Ferne erblickten wir schließlich die ersten Ausläufer des Hadrianswalls – ein absolut epischer Moment, als wir in die römische Geschichte eintauchten. Es fühlte sich an, als würden wir über die Grenze in eine andere Zeit reisen. Der Hadrianswall, der sich majestätisch über die Hügel schlängelte, war ein beeindruckender Anblick und ein markanter Wendepunkt auf unserer Wanderung.
Kurz darauf überraschte uns der Trail erneut, als er uns über einen Golfplatz führte – eine fast surreale Erfahrung, direkt vom wilden Moor auf gepflegte Grünflächen zu treten! Es war ein lustiger Moment, der uns ein wenig schmunzeln ließ. Der Weg führte uns dann weiter zur Chapel House Farm, wo wir schließlich die Campsite erreichten und unser Zelt aufschlugen. Doch mit dem Abend kam auch der Wind zurück – ein starker Wind wehte über das Moor und die Hügel, der uns noch einmal die rauere Seite der Natur spüren ließ. Die Farm war ruhig und idyllisch, aber der Wind machte den Moment intensiver und erinnerte uns daran, wie unbändig und mächtig diese Landschaft sein kann.
So verging der Tag mit atemberaubenden Ausblicken, historischen Entdeckungen und einer perfekten Mischung aus Natur und unerwarteten Überraschungen – aber auch mit einer ordentlichen Brise, die uns die letzten Kilometer auf dem Trail etwas herausfordernder machte.
Highlights
- Eisenbahn Viadukt
- Hadrians Wall
Von Alston nach Greenhead / 24 km - Karte - Video
Etappe 14 - von Greenhead nach Once Brewed
Historisch, episch, abwechslungsreich.
Tag 14 begann mit einem entspannten Morgen. Wir quatschten ein bisschen mit dem netten Farmer der Campsite, während die Sonne uns langsam wachkitzelte. Dann ging es zurück auf den Trail, und gleich hinter dem Bahnübergang bei Greenhead trafen wir auf die Ruinen von Thirlwall Castle. Es war ein kleiner Abstecher, aber die Ruinen waren interessant und gaben uns einen ersten Vorgeschmack auf das historische Highlight des Tages: die Hadrians Wall. Hier fiel ein leichter Regenschauer, aber er war kurz und nicht wirklich störend. Schnell wurde es wieder trocken, und wir setzten unseren Weg fort.
Jetzt ging es richtig los – die Hadrians Wall, ein wahres Highlight unserer Wanderung! Der Trail führte uns direkt an der Mauer entlang, die sich wie ein riesiger Dinosaurier-Rücken durch die Landschaft schlängelte. Immer wieder passierten wir die sogenannten Milecastles – kleine, ehemalige Beobachtungstürme, die einst zur Überwachung der Grenze dienten. Die Tafeln und Schilder entlang des Weges gaben interessante Einblicke in die Geschichte dieser beeindruckenden römischen Befestigung.
Unser Weg führte uns weiter zum Cawfields Quarry, einem Steinbruch, aus dem früher die Steine für die Hadrians Wall abgebaut wurden. Heute ist dieser Steinbruch ein kleiner See, was die Gegend besonders malerisch macht. Es war ein kurzer Abstieg, der sich lohnte, denn die Landschaft war einfach wunderschön. Danach ging es wieder steil bergauf, und wir wurden mit fantastischen Ausblicken auf die umliegende Region belohnt. Der Wind war spürbar, und dunkle Wolken zogen langsam von Westen heran, aber wir ließen uns nicht beirren und setzten unseren Weg fort.
Schließlich erreichten wir unser Ziel für den Tag: die Winshields Farm Campsite. Der Weg dorthin war ein kleiner Abstecher vom Trail, aber nach einem langen Tag waren wir froh, endlich angekommen zu sein. Zelt aufstellen, duschen und dann – das Highlight des Tages – der Besuch im Pub Twice Brewed in Once Brewed, was ein verrücktes Wortspiel. Wir stießen auf einen fantastischen Tag an, der uns mit der Geschichte der Römer und der Schönheit der Landschaft weiter nähergebracht hatte. Der perfekte Abschluss eines erlebnisreichen Wandertages!
Highlights
- Hadrians Wall
- Cawfields Quarry
Von Greenhead nach Once Brewed / 10 km - Karte - Video
Etappe 15 - vom Once Brewed nach Bellingham
Nach einer erholsamen Nacht auf der Winshields Farm Campsite steigen wir am Morgen zurück auf den Pennine Way. Unser erster Anstieg führt uns hoch zu den Winshields Crags, dem höchsten Punkt des Hadrianswall. Von hier genießen wir den Blick über die weite, karge Landschaft Northumberlands, während uns der Wind um die Ohren pfeift.
Nach einem kurzen, steilen Abstieg erreichen wir das Peel Gap – eine kleine Senke zwischen den Hügeln. Die Stimmung ist fantastisch, fast mystisch, und wir wissen, dass gleich eines der absoluten Highlights des Tages vor uns liegt: das berühmte Sycamore Gap.
Und dann sehen wir ihn – den ikonischen Baum, der allein in der Mitte einer tiefen Senke steht, eingerahmt von den alten Mauern der Römer. Ein Anblick, den man von Fotos kennt, aber in echt ist es noch beeindruckender. Hier legen wir eine Pause ein, genießen die Atmosphäre und lassen diesen besonderen Ort auf uns wirken. Ein unvergesslicher Moment auf unserer Reise! 🌿
Weiter geht es über die Highshield Crags, vorbei am stillen, dunklen Crag Lough, der unterhalb der schroffen Felsen liegt. Der Weg schlängelt sich entlang der Klippen, mal steil hinauf, mal wieder hinab, während wir die beeindruckende Kulisse der alten römischen Mauer hinter uns lassen.
Bei Rapishaw Gap verabschiedet sich der Pennine Way von der Hadrianswall und zieht in nördlicher Richtung weiter ins Land. Noch ein letzter Blick auf die historische Mauer, dann lassen wir sie hinter uns und tauchen in eine neue Landschaft ein. Zuerst führt uns der Weg durch offenes Terrain mit sanften Hügeln, bevor wir ein kurzes Moorstück durchqueren. Die Landschaft ist weit, die Pfade ruhig – genau das, was den Pennine Way ausmacht.
Doch dann geht es hinein in einen Wald – und was für einen! Kein idyllischer Märchenwald, sondern ein echter Industriewald, wie er im Buche steht. Endlose Reihen von dunklen Fichten, dicht an dicht, ohne Licht und Leben darunter. Die Atmosphäre ist bedrückend, und als wäre das nicht genug, zwingt uns eine Umleitung wegen Baumfällarbeiten noch zu einem extra Umweg. Also heißt es: weiter durch noch mehr eintönige Monokultur, bis wir uns endlich wieder herauskämpfen.
Dann, endlich, öffnet sich der Wald – und vor uns liegt wieder die offene Landschaft. Nach der Dunkelheit und Enge fühlt sich das fast wie eine Befreiung an. Jetzt kann der Tag wieder richtig durchstarten!
Ah, hier wird der Weg wirklich abwechslungsreicher! Der flache, eintönige Abschnitt ist endlich vorbei. Schafe grasen friedlich auf den Wiesen, und wir überqueren ein paar kleine Brücken, die uns über plätschernde Bäche führen. Es wird richtig idyllisch. Doch dann, kurz vor den Shitlington Crags, begegnen wir einer Hausbesitzerin, die uns mit einer Welle an wirren Geschichten überflutet. Sie ist im Rede-Flow und es ist schwer, uns aus der Unterhaltung zu befreien. Vielleicht kommen hier so selten Menschen vorbei, dass sie einfach alles erzählen muss. Wer weiß?
Die Shitlington Crags sind schnell überwunden. Es handelt sich nur um eine kleine Felsstufe in der Landschaft, aber der Ausblick danach ist klasse. Kaum haben wir die Felsen hinter uns gelassen, erblicken wir das charmante Bellingham in der Ferne. Ein malerisches kleines Dörfchen, das uns nach der langen Wanderung mit offenen Armen empfängt. Wir steuern die Demesne Farm Campsite an, wo wir unser Zelt aufschlagen und den Tag in aller Ruhe ausklingen lassen können. Ein schöner Abschluss für diesen abwechslungsreichen Tag.
„Ein wirrer Tag mit Industrie-Wald und einer Frau, deren Redefluss wir fast nicht entkamen.“🤦🏻😅
Highlights
- Hadrians Wall
- Sycamore Gap / Tree
- Rapishaw Gap
- Shitlington Crags
Vom Once Brewed nach Bellingham / 14 km - Karte - Video
Etappe 16 - von Bellingham nach Byrness
Nach einem entspannten Start in Bellingham wandern an Schafweiden vorbei, deren Bewohner uns neugierig beobachten, während der blaue Himmel uns den ganzen Tag über begleitet. Die Luft ist frisch, und der Wind weht sanft über das Moor, was die Weite der Landschaft noch intensiver wirken lässt. Die Schafe grasen friedlich, während wir weiterziehen, und der Klang des Windes in den Gräsern füllt die Stille um uns herum.
Heute gibt es keine großen Highlights, und irgendwie macht das den Tag besonders. Der Weg führt uns durch eine ruhige, friedliche Landschaft, ohne die großen Gipfel oder monumentalen Sehenswürdigkeiten, die den Trail sonst prägen. Es ist ein Tag für sich selbst – man wandert einfach vor sich hin, der Rhythmus der Schritte wird zum Begleiter, und die Gedanken kommen und gehen. Vielleicht fragt man sich zwischendurch: Warum mache ich das hier eigentlich? Aber genau solche Tage lassen einen spüren, dass Wandern nicht immer nur um Ziele oder atemberaubende Aussichten geht, sondern auch um den Moment, das Gefühl der Freiheit und das Nachdenken.
Der Pfad windet sich durch die endlosen Flächen, mit Blicken, die so weit reichen, dass es fast schon surreal wirkt. Immer wieder tauchen kleine Bäche und Teiche auf, die die karge Landschaft unterbrechen und neue Farben ins Bild bringen. Dann kommt er – der Industriewald 2.0. Ein etwas schrecklicherer Abschnitt, der uns kurz in den Schatten führt, aber zum Glück hält sich der dunkle und dichte Wald in Grenzen. Es ist ein kurzer, weniger angenehmer Moment, aber wir nehmen ihn hin und sind froh, bald wieder die Weite der Landschaft zu genießen.
Schließlich erreichen wir den Border Forest Caravan Park in Byrness, queren den River Rede, und der Weg führt uns nur noch einen Katzensprung bis nach Byrness. Dort angekommen, freuen sich die Betreiber des Forest View Walkers Inn über jeden Pennine Way-Wanderer. Sie haben sogar eine Schanklizenz, also schnell das Zelt aufstellen und dann bei einem Bier entspannen.
Heute war es – Weit, ruhig, unvergesslich.😊
Highlights
- Forest View Walkers Inn
Von Bellingham nach Byrness / 23 km - Karte - Video
Etappe 17 - von Byrness zur Clennell Street
Der Morgen ist kühl und feucht, und bevor es weitergeht, machen wir noch schnell ein Bild vor dem Inn für unseren Host, der gerne seine Besucher auf Facebook präsentiert. Der Start in den Tag fühlt sich erfrischend an, auch wenn die Luft noch etwas kühl ist. Doch kaum haben wir den Weg betreten, geht es gleich durch einen Abschnitt mit hohem, nassem Farn. Die Hosen saugen sich schnell mit Wasser voll, was ein unangenehmes Gefühl auf der Haut hinterlässt. Aber wie so oft beim Wandern, gehört auch das dazu – es ist Teil des Abenteuers und lässt uns die Herausforderungen des Trails noch mehr schätzen.
Vom Byrness Hill oben genießen wir einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft. Direkt oberhalb von Byrness eröffnet sich uns das große Catcleugh Reservoir, das sich weit in die Moorlandschaft erstreckt und der Umgebung eine friedliche, weite Atmosphäre verleiht.
Die letzten beiden Etappen des Pennine Way sind wirklich ein Abenteuer für sich. Sie führen uns durch die abgelegenen Cheviots, eine hügelige, fast mystische Landschaft, die einen ganz eigenen Charakter besitzt. Hier ist man weit weg vom Trubel, umgeben von endlosen Hügeln, Moorlandschaften und einer ruhigen, fast meditativen Stille. Die Weite dieser Gegend lässt einen die eigenen Gedanken klarer werden, während man sich den letzten Herausforderungen auf dem Trail stellt.
Nach einigen Kilometern erreichen wir Chew Green, einen faszinierenden Ort, an dem einst ein römisches Camp stand. Es fühlt sich fast surreal an, in einem so geschichtsträchtigen Gebiet zu wandern. Ab hier verläuft der Pennine Way mehr oder weniger entlang der schottischen Grenze, und die Landschaft wird zunehmend wilder und abgelegener. Nach dem „Black Hill“ zieht sich der Weg noch ein gutes Stück, bis wir endlich die erste Schutzhütte, die Yearning Saddle Refuge Hut, erreichen. Diese einfache, aber willkommene Unterkunft gibt uns die Gelegenheit, etwas zu pausieren und uns für den weiteren Weg zu stärken.
Auf dem Kamm entlang wandern wir in Richtung Windy Gyle, einem weiteren markanten Punkt auf der Karte. Der Wind pfeift uns um die Ohren, und dieses unaufhörliche Rauschen erinnert uns daran, wie wild und frei diese Wanderung ist. Das Gefühl, hier zu sein, ist unverwechselbar – es umgarnt uns das unverkennbare „Trail Feeling“, das dankbar und erfüllend zugleich ist. Jeder Schritt fühlt sich bedeutend an, als wäre man ein Teil dieser großartigen, ungezähmten Landschaft.
Nach einer kurzen Rast bei Windy Gyle geht es leicht bergab zum Sattel der Clennell Street. Hier schlagen wir unser Zelt am Rande des Weges auf. Es ist nicht ganz einfach, einen geeigneten Platz zu finden, aber nach einigem Suchen gelingt es uns schließlich. Zufrieden und voller Vorfreude auf den morgigen Finaltag sinken wir in den Schlaf, während uns die Gedanken an das bevorstehende Ende dieser epischen Reise begleiten.
Highlights
- Cheviots
- Chew Green
- Yearning Saddle Refuge Hut
- Windy Gyle
Von Byrness zur Clennell Street / 21 km - Karte - Video
Etappe 18 - von Clennell Street nach Kirk Yetholm
Heute steht das große Finale an – wir wandern nach Kirk Yetholm und vollenden damit den legendären Pennine Way! 🎉
Mit einem kribbelnden Gefühl im Bauch packen wir unser Zelt zusammen und machen uns auf den Weg. Noch einmal tauchen wir tief in die einsame, raue Schönheit der Cheviots ein. Die Hügel wellen sich vor uns, teils verborgen im dichten Nebel, der gespenstisch über das Moor zieht. Der schmale Pfad führt uns stetig nach Norden, mal sichtbar, mal in den grauen Schwaden verschwindend. Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Wehmut – die letzten Kilometer auf diesem epischen Trail.
Kurz vor Cairn Hill zweigt rechts ein Pfad zum Cheviot-Gipfel ab – mit 815 Metern der höchste Punkt der Cheviots. Doch heute lassen wir ihn links, oder besser gesagt, rechts liegen. Dichter Nebel umhüllt die Landschaft, und ein Aufstieg ohne Aussicht wäre reine Schinderei. Stattdessen bleiben wir auf dem Hauptpfad, der uns weiter Richtung Ziel führt.
Über den Auchope Cairn hinweg steigen wir zur zweiten Schutzhütte der Route ab, der Auchope Refuge Hut. Als wir absteigen, steht plötzlich eine Herde Kühe vor uns – ein surreales Erlebnis hier oben, mitten in der kargen Berglandschaft. Mit etwas Respekt und vorsichtiger Distanz umgehen wir die Tiere und erreichen schließlich die kleine, schlichte Hütte. Wir setzen uns auf den Absatz davor, blicken über das Panorama der Cheviots und lassen die letzten Tage Revue passieren. Danach kommt der letzte große Anstieg: The Schil. Ein letzter Gipfel, ein letzter Moment, in dem wir über die Landschaft blicken und realisieren – bald haben wir es geschafft!
Vom Schil aus erstreckt sich der Blick über die sanften Ausläufer der Cheviots. Dort hinten, hinter diesen Hügeln, liegt also Kirk Yetholm – unser Ziel, das Ende des Pennine Way. Es fühlt sich unwirklich an, so nah dran zu sein. Wir setzen unseren Weg fort und entscheiden uns für die Low Route, die sich sanft durch die Landschaft schlängelt und uns langsam, aber stetig dem Finale unserer langen Reise näherbringt.
Was für ein Abschluss! Die letzten Schritte auf dem Pennine Way fühlen sich fast surreal an. Vorbei an der Old Halterburnhead Ruine, über den plätschernden Halter Burn Bach und dann dieses Bild: Ein riesiger Baum, umgestürzt, aber wie durch ein Wunder nicht auf das Haus davor gefallen. Schafe begleiten uns bis Halterburn, und ein letzter kleiner Anstieg trennt uns noch von unserem Ziel. Dann, am Ortseingang, begegnen wir einem alten Mann – er gratuliert uns herzlich zum Erreichen von Kirk Yetholm. Was für ein Moment! Freude durchströmt uns, die Anstrengungen der letzten Tage verblassen. Noch ein paar Schritte, dann stehen wir vor dem Border Hotel, dem symbolischen Endpunkt des Pennine Way. Wir lassen die Rucksäcke fallen, noch immer etwas benommen von der Erkenntnis, dass es nun geschafft ist. Doch das Beste: Als Pennine-Way-Finisher gibt es hier ein halbes Pint Bier aufs Haus. Prost – auf 428 Kilometer voller Abenteuer!
Geschafft. Erleichtert. Glücklich. 🍻
Highlights
- Auchope Refuge Hut
- The Schil
- Border Hotel
Von Clennell Street nach Kirk Yetholm / 21 km - Karte - Video
Von Edale nach Crowden / 26,5 km
1Das Abenteuer beginnt!
Von Edale aus tauchen wir ein in die raue Weite der Kinder Scout Hochebene – der Pennine Way beginnt.
Von Crowden nach Standedge / 18 km
2Rau & fordernd
Von Crowden über windgepeitschte Moorlandschaften, vorbei an Black Hill bis Wessenden Head – rau, ursprünglich und ein erster echter Härtetest.
Von Standedge nach Hebden Bridge / 26 km
3Wind & Weite
Der Tag führt von Standedge über die Blackstone Edge zum Stoodley Pike, geprägt von starkem Wind und weiten Ausblicken auf die raue, offene Landschaft.
Von Hebden Bridge to Ickornshaw / 22 km
4Top Withins & Hochmoore
Ein Tag voller Weite, Wind und wilder Moorlandschaft – gekrönt von herzlicher Gastfreundschaft in Ickornshaw. 🚶♂️🌿
Von Ickornshaw nach Malham / 28 km
5Ruhige Entdeckung
Atemberaubenden Ausblicke auf die Yorkshire Dales und Malham Cove.
Von Malham nach Horten in Ribblesdale / 22 km
6Naturwunder pur!
Ein epischer Tag voller beeindruckender Naturwunder, von Malham Cove über Fountains Fell bis hin zum Gipfel von Pen-y-Ghent.
Von Horten in Ribblesdale nach Hawes / 22 km
7Idylle & Weite
Ein entspannter Tag mit traumhaftem Wetter, idyllischen Landschaften und dem beeindruckenden Ribblehead-Viadukt, der uns auf dem Weg nach Hawes begleitet.
Von Hawes nach Tan Hill Inn / 24,5 km
8Hitzewelle & kühles Bad
Ein heißer, windiger Tag führt uns durch idyllische Dörfer und beeindruckende Landschaften, bis wir am Tan Hill Pub den perfekten Abschluss finden.😎🚶♂️🌄
Von Tan Hill Inn nach Middleton in Teesdale / 25 km
9Mystische Wanderung🚶♂️⛰️🌿
Der Tag beginnt mystisch und ruhig, während wir durch Moore, sanfte Hügel und historische Orte wandern, bis wir schließlich das charmante Middleton-in-Teesdale erreichen.
Von Middleton in Teesdale nach Dufton / 31,5 km
10Wasserfälle & Panorama
Der Tag führt uns entlang des River Tees, wo wir die beeindruckenden Wasserfälle Low Force und High Force bestaunen, bevor wir uns in die wilde Landschaft der North Pennines wagen und schließlich den atemberaubenden High Cup Nick erreichen.
Von Dufton nach Garrigill / 24,5 km
11Wolken & Berge
Der Nebel umhüllt uns auf dem Weg zum Great Dun Fell und Cross Fell, wo die karge, mondähnliche Landschaft und der mächtige Wind ein episches Abenteuer schaffen.
Von Garrigill nach Alston / 7 km
12Music & Chill
Heute entspannen wir uns in Alston beim Musikfestival und genießen die entspannte Wanderung entlang des South Tynedale Rivers.
Von Alston nach Greenhead / 24 km
13Moor & Hadrianswall
Nach einem entspannten Musikfestival in Alston setzten wir unsere Wanderung fort, mit beeindruckenden Ausblicken auf den Hadrianswall und unerwarteten Überraschungen wie einem Golfplatz mitten auf dem Pennine Way.
Von Greenhead nach Once Brewed / 10 km
14Hadrianswall & Milecastles
Der Tag begann entspannt und führte uns schließlich entlang des beeindruckenden Hadrianswalls, bevor wir den Tag in der Winshields Farm Campsite und einem Besuch im Twice Brewed Pub ausklingen ließen.
Von Once Brewed nach Bellingham / 14 km
15Sycamore Tree
Nach einer erholsamen Nacht auf der Winshields Farm Campsite steigen wir am Morgen zurück auf den Pennine Way und genießen den atemberaubenden Blick vom höchsten Punkt des Hadrianswall.
Von Bellingham nach Byrness / 23 km
16Weite & Wald
Von Bellingham geht’s wieder ins Hochmoor und weiter nach Byrness, das sich tief im Wald versteckt.
Von Byrness nach Clennell Street / 21 km
17Römer & Einsamkeit
Der vorletzte Tag läßt uns in die Abgeschiedenheit der Cheviots eintauchen. Wir wandern der Grenze zu Schottland entlang zur Clennell Street.
Von Clennell Street nach Kirk Yetholm / 21 km
18Geschafft. Erleichtert. Glücklich. 🍻
Finale! Wir starten im Nebel in den letzen Tag der Wanderung. Nochmal zeigt sind der Weg in voller Pracht. Über den Schil erreichen wir Kirk Yetholm und sind happy es geschafft zu haben.
