Offa's Dyke Path
12 Tage - 284 Kilometer
Inhaltsverzeichnis
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Historisch - Wilde Natur - Abenteuer - Panoramablicke - Geschichte
Also, ich bin den Offa’s Dyke Path gewandert – und das war echt ein Abenteuer! Der Weg ist knapp 284 Kilometer lang und zieht sich einmal quer durch die Landschaft entlang der alten Grenze zwischen England und Wales. Der Trail folgt größtenteils dem Offa’s Dyke, einem riesigen Erdwall, den ein König namens Offa vor über 1200 Jahren gebaut hat, um sein Königreich abzugrenzen. Geschichte pur, aber gleichzeitig voll in der Natur.
Die Strecke führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, von sanften Hügeln bis zu wilden Bergen, und bietet beeindruckende Panoramen sowie zahlreiche kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten. Der Weg ist eine Mischung aus Naturerlebnis und Geschichtsreise und gilt als einer der schönsten Wanderwege Großbritanniens.
Ich bin in Chepstow gestartet, das ist ganz im Süden, und bin dann immer weiter bis Prestatyn im Norden gelaufen. Die Strecke ist der Hammer – es geht durch Wälder, über Hügel und Felder, an Flüssen vorbei und durch kleine süße Dörfer. Ein paar Highlights, die mich echt geflasht haben:
- Die Wye Valley-Region, total idyllisch und die Aussichten? Einfach nur „wow“.
- Hay-on-Wye, die Stadt, die voller Buchläden steckt – so ein bisschen wie aus einem Film.
- Die Clwydian Hills weiter im Norden, wo du das Gefühl hast, du stehst auf einem anderen Planeten, so weit kannst du gucken.
Der Weg ist nicht ohne – bergauf, bergab, das zieht sich ganz schön. Aber jede Anstrengung hat sich so gelohnt. Ich hab nicht nur richtig coole Natur gesehen, sondern auch so ein Gefühl dafür bekommen, wie die Leute hier vor Jahrhunderten gelebt haben müssen. Es gibt so viele urige Pubs auf dem Weg, wo du dir ein Pint gönnen kannst, und die Leute sind einfach unfassbar nett – egal wo, jeder ist für einen Plausch zu haben.
Fazit: Offa’s Dyke Path? Einfach episch. Mega anstrengend, aber auch super erfüllend. Wenn du Bock auf Natur, Abenteuer und ’ne kleine Zeitreise hast, dann musst du das echt mal ausprobieren!
„Es ist nicht der Berg, den wir bezwingen – wir bezwingen uns selbst..“
Edmund Hillary
Anreise / Voretappe
„Der Anfang eines großen Abenteuers!“
Meine Reise startet mit einem Flug nach Manchester. Als ich lande, geht’s direkt ins YHA, und der Jackpot: Mein Viererzimmer gehört heute ganz mir allein. Perfekt, um erstmal anzukommen. Früh am nächsten Morgen schnapp ich mir meine Sachen und düse zur Piccadilly Station. Auf dem Weg noch schnell ’ne Gaskartusche geholt und dann ab in den Zug nach Chepstow. Der Umstieg in Birmingham klappt, und nach einem spannenden Nachmittag komme ich endlich an – Chepstow, hier fängt’s an!
Nach dem Check-in im Hostel packe nur das Wesentliche für die Voretappe ein und los geht’s. Jetzt steht der erste Abschnitt des Offa’s Dyke Path auf dem Plan – 284 Kilometer warten! Direkt an den Sedbury Cliffs, dem südlichsten Punkt des Trails, fängt das Abenteuer an. Der Severn River fließt hinter mir, kurz bevor er in den Bristol Kanal übergeht. Die ersten Kilometer sind easy – die Natur ist mega und ich genieße die Ruhe. Doch irgendwann geht’s durch die Straßen von Chepstow, vorbei an Häusern und Gärten. Schließlich erreiche ich die Chepstow Railway Bridge, Ziel erreicht – für heute.
Ich mach mich wieder auf den Rückweg, lass den Tag mit einem entspannten Abend im Pub ausklingen und freu mich schon richtig auf morgen.
„Sanfter Einstieg in ein großartiges Abenteuer!“🛫🚂🥾
Highlights
- Manchester
- Birmingham
- Sedbury Cliffs
- Chepstow
Von Sedbury Cliffs nach Chepstow / 2.3 km - Karte - Video
Etappe 1 - von Chepstow nach Monmouth
„Der Anfang eines epischen Trails – Kloster, Wälder, Abenteuer!“
Der Start in Chepstow war direkt mal wie ein Sprung in die Vergangenheit. Die Stadt ist schon ein Erlebnis für sich – alte Gemäuer, Burgruinen, und du weißt, es geht gleich richtig los. Von dort aus führt der Weg entlang des mega beeindruckenden Wye Valleys, und Leute, das ist wie aus einem Fantasy-Film. Erster Stop: Wintour’s Leap – ein wundervoller Aussichtspunkt, der erst erahnen läßt was noch alles kommt. Du läufst durch dichte Wälder, wo das Licht durch die Blätter flimmert, und der Fluss Wye begleitet dich wie ein treuer Gefährte.
Es gibt ein paar knackige Anstiege, die dir echt den Puls hochjagen, aber oben wirst du jedes Mal mit Ausblicken belohnt, die dir einfach die Sprache verschlagen. Einer meiner Lieblingsmomente war der Blick von den Devil’s Pulpit – du stehst da auf diesem Felsvorsprung, schaust runter auf die uralte Tintern Abbey, und denkst dir: „Das hier kann doch nicht echt sein, oder?“ Absolut magisch!
Auf dem Weg kommst du immer wieder an kleinen Orten vorbei, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Die Trails sind mal schmal und abenteuerlich, mal weit und entspannt, aber immer abwechslungsreich. Und wenn du zwischendurch durch die Wiesen stapfst, kannst du Schafe zählen – glaub mir, es sind mehr als genug.
Kurz vor Monmouth gab’s dann noch eine riesige Überraschung: Im kleinen Ort Redbrook hab ich im The Bell Inn Halt gemacht, und plötzlich gab’s Live-Musik! Da sitzt du dann mit deinem Pint, hörst gute Songs und hast diesen Moment, wo alles einfach perfekt passt.
Der Weg führte mich bald hinauf zum Kymin Hill, wo ich auf das beeindruckende Round House stieß. Dieses runde, georgianische Gebäude aus dem 18. Jahrhundert sieht aus wie aus einem Märchen und thront stolz über dem Wye Valley. Von hier oben hatte ich einen unglaublichen Blick über die Landschaft – einfach ein magischer Moment!
Als ich dann in Monmouth angekommen bin, war das wie der krönende Abschluss der ersten großen Etappe. Die Stadt ist klein, charmant und hat genau die richtigen Vibes, um nach einem langen Tag die Füße hochzulegen. Ach ja, und es gibt natürlich einen Pub, wo du dir ein Pint gönnen kannst, um den Tag zu feiern.
Kurz gesagt: Diese Etappe ist wie der perfekte Auftakt für ein Abenteuer – wilde Natur, coole Spots und dieser Mix aus „Wow, ist das anstrengend“ und „Das hier ist das beste, was ich je gemacht hab“. Wenn der Rest vom Offa’s Dyke genauso ist, dann bist du sowas von auf der richtigen Reise! 🏰🌿🥾
Highlights
- Chepstow Castle
- Wintour’s Leap
- Devil’s Pulpit
- Tintern Abbey
- The Round House / Kymin
- Monnow Bridge and Gate
Von Chepstow nach Monmouth / 28 km - Karte - Video
Etappe 2 von Monmouth nach Pandy
„Pausenkirche, Castle und einmal Verlaufen – der Weg fordert alles!“
Nach einem entspannten Morgen in Monmouth, wo die charmanten Straßen und die freundlichen Leute direkt für gute Laune sorgten, führte mich der Offa’s Dyke Path hinaus in die Natur. Anfangs war die Strecke noch recht gemütlich – friedliche Felder, schmale Wege und der sanfte Einstieg in den Tag. Doch schon bald wurde es spannender: Ich durchquerte dichte Wälder, die eine fast mystische Stimmung hatten, als könnte Robin Hood jeden Moment hinter einem Baum hervorspringen. Die Landschaft wurde immer wilder und aufregender – genau das, wonach ich gesucht hatte.
Unterwegs bin ich auch durch ein paar kleine Dörfer gekommen, die sich wie versteckte Perlen in die Landschaft schmiegen. Ein weiterer besonderer Moment war in Llanvihangel-Ystern-Llewern, wo ich in der Kirche St. Michael and All Angels eine Pause gemacht habe. Die Ruhe in und um die Kirche war einfach magisch, und es war der perfekte Ort, um kurz durchzuatmen und die Atmosphäre aufzusaugen. Hier in der Kirche gibt es eine liebenvoll gestaltete Ecke mit allem was das Wanderer Herz so begehrt. Heißes Wasser für Tee oder Kaffee und sogar Kekse sind da. Es wird nicht die letzte Kirche mit Pausenoption sein.
Ein absolutes Highlight auf diesem Abschnitt war der Besuch des White Castle. Diese alte Burgruine mitten in der Landschaft hat mich total überrascht – es fühlte sich an, als wäre ich in eine andere Zeit versetzt worden. Perfekter Spot für eine kleine Pause und ein paar epische Fotos!
Kurz nach dem White Castle gab es eine Umleitung, weil eine Brücke eingestürzt war. Leider habe ich mich dadurch ziemlich verlaufen – plötzlich stand ich vor einem Fluss, aber ohne Brücke und musste mich erst mal orientieren, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Aber ein bisschen Abenteuer gehört ja dazu! Nach einer kurzen Orientierungsphase fand ich schnell meinen Weg zurück und war bald wieder auf dem Trail. Die kleine Herausforderung hat den Tag nur noch spannender gemacht.
Der letzte Abschnitt vor Pandy war dann die perfekte Mischung aus entspannten Wegen und ein paar kleineren Herausforderungen. Am Horizont konnte ich schon die Black Mountains sehen, und da wusste ich: Das nächste große Abenteuer steht schon vor der Tür. Aber erstmal bin ich in Pandy angekommen – die Campsite am The Rivers Edge ist ein ruhiger, gemütlicher Ort, der sich perfekt anfühlte, um den Tag ausklingen zu lassen. Ich hab mir gutes Essen gekocht und einfach die Beine hochgelegt.
Fazit: Die Etappe von Monmouth nach Pandy war wie ein kleiner Roadtrip zu Fuß – abwechslungsreich, wunderschön und genau die richtige Mischung aus Abenteuer und Entspannung. Von idyllischen Flusstälern bis zu epischen Ausblicken war wirklich alles dabei. ⛪🏰🌿
Highlights
- Kirche St. Michael and All Angels
- White Castle
Von Monmouth nach Pandy / 26 km - Karte - Video
Etappe 3 - von Pandy nach Hay-on-Wye
Diese Etappe? Einfach wild!
Von Pandy nach Hay-on-Wye wurde ich morgens direkt vom Regen begrüßt – und der Wind? Der wollte mich gleich wieder zurückschieben. Aber kein Zurück, nur nach vorn! Der Offa’s Dyke Path führte mich mitten in die raue Schönheit des Brecon Beacons National Parks. Die Hügel waren riesig, die Landschaft ungezähmt – hier war nichts gezähmt oder gemütlich, sondern pure Natur.
Der Aufstieg in die Black Mountains war ein echtes Brett. Der Wind peitschte mir ins Gesicht, Regen klatschte gegen meine Jacke, und der Nebel verschluckte fast den ganzen Pfad. Aber oben? Eine epische Szenerie! Die Wolken zogen in rasantem Tempo vorbei, und ich stand mittendrin, als wäre ich in einem Fantasy-Film gelandet.
Dann der Wahnsinnsmoment: Eine Herde wilder Pferde! 🐎 Sie standen einfach da, völlig unbeeindruckt vom Sturm, als wären sie die Könige dieser Berge. Ein magischer Anblick, der mir für einen Moment den Regen vergessen ließ.
Der Abstieg nach Hay-on-Wye war entspannter, aber das Wetter blieb unbarmherzig. Ich war durchgeweicht, durchgepustet – aber sowas von happy. Endlich in der Stadt angekommen, fand ich Unterschlupf auf dem Festival Campground. Erste Mission: eine heiße Dusche! 🔥 Danach zog ich los, erkundete die berühmte Bücherstadt und belohnte mich mit einem eiskalten Pint.
Diese Etappe hatte wirklich alles: Regen, Sturm, Berge, wilde Pferde – und am Ende das perfekte Kontrastprogramm mit Festival-Vibes in Hay-on-Wye.
„Stürmisch, nass, unvergesslich!“ 🌧️🐎⛰️🍻
Highlights
- Black Mountains
- Beacons National Park
- Hatterall Ridge
- Wilde Pferde
- Hay-on-Wye die „Bücherstadt“
Von Pandy nach Hay-on-Wye / 26 km - Karte - Video
Etappe 4 - von Hay-on-Wye nach Kington
„Von Höhen, Pferden und Pub-Glück!“
Nach einer entspannten Nacht in Hay-on-Wye, der Stadt der Bücher, ging’s wieder los. Die Sonne stand schon am Himmel, der River Wye glitzerte neben mir, und die ersten Kilometer waren ein entspannter Spaziergang – Vogelgezwitscher, leichte Brise, einfach perfekt.
Doch lange blieb es nicht so easy. Der Pfad zog ins Landesinnere, und als ich mich umdrehte, sah ich sie noch einmal: die gewaltige Hatterall Ridge, die mich gestern stundenlang begleitet hatte. Ein krasses Gefühl, zu sehen, wie weit ich schon gekommen war.
In Newchurch gönnte ich mir eine Pause in der kleinen Kirche St. Mary. Die Tür stand offen, es war still – genau der richtige Ort, um kurz runterzukommen. Und das Beste: Es gab Tee und Kekse für Wanderer. Jackpot!
Danach wurde’s traumhaft: sanfte Hügel, saftige Wiesen und überall Schafe, die gechillt vor sich hin grasten. Der Weg gehörte mir allein, nur der Wind und die endlose Landschaft um mich herum.
Mit Vorfreude steuerte ich Gladestry an – Zeit für eine Pause im „The Royal Oak“. Doch als ich ankam: geschlossen! Echt jetzt? Naja, dann eben weiter.
Jetzt wurde es ernst: Der Aufstieg zur Hergest Ridge begann. Schritt für Schritt kämpfte ich mich hoch, aber oben angekommen, haute mich der Ausblick um. Zur einen Seite Wales, zur anderen England – und mittendrin ich. Der Wind fegte mir um die Ohren, und plötzlich standen sie da: wilde Pferde mitten auf dem Weg. Einfach surreal!
Nach dieser epischen Kammwanderung wurde der Trail sanfter, und bald lag mein Tagesziel vor mir: Kington. Ein kleines Städtchen mit rustikalem Charme – und diesmal hatte das Pub offen! Ein kaltes Pint, gutes Essen und endlich die Füße hochlegen.
Morgen geht’s weiter – aber jetzt erstmal genießen. 😄🏔️🍻
Highlights
- Newchurch „Pausen Kirche“ St. Mary
- Wilde Pferde
- Hergest Ridge
- Kington
Von Hay-on-Wye nach Kington / 24 km - Karte - Video
Etappe 5 - von Kington (Fleece Meadow Campsite) nach Knighton (Panpunton Farm)
Ein Tag voller Dyke, Wind und Weite
Der Tag begann für mich auf dem Fleece Meadow Campsite, einem super entspannten Zeltplatz direkt am River Arrow. Der Morgen war frisch, die Luft klar und ruhig, und das leise Plätschern des Flusses untermalte perfekt meine ersten Minuten des Tages. Die Besitzer des Camps waren superfreundlich und haben mir den perfekten Platz für die Nacht angeboten, inklusive eines Stuhls zum Sitzen, was ein Service. Es war einfach der ideale Start in einen neuen Wandertag.
Nachdem ich alles zusammengepackt hatte, ging es los auf dem Offa’s Dyke Path. Der Weg führte mich durch sanfte Hügel und weite Wiesen, überall grasten Schafe und der Blick auf die Landschaft war einfach atemberaubend. Es war einfach magisch, hier zu wandern.
Doch dann, irgendwann, tauchte er zum ersten Mal vor mir auf – der Dyke! Ich hatte schon viel darüber gelesen, aber es war ein ganz anderes Gefühl, ihn in echt zu sehen. Ein paar Steine und Hügel, die sich wie eine uralte Grenze durch die Landschaft zogen. Ich war ein bisschen geflasht – irgendwie fühlte es sich an, als würde ich direkt in die Geschichte eintauchen.
Auf dem Weg nach Dolley Green kam dann noch ein richtig schöner Abschnitt des Dyke. Der Pfad zog sich durch hügelige Wiesen, und der Dyke war immer wieder gut sichtbar, wie er sich durch das Land schlängelte. Die Aussicht war atemberaubend, und der Weg fühlte sich gleichzeitig friedlich und abenteuerlich an. Ich konnte mir gut vorstellen, wie die Menschen hier früher entlanggezogen sind – und wie viel Geschichte in diesem Stück Natur steckt.
Doch dann wurde es windig. Und zwar so richtig. Hinter Dolley Green blies mir der Wind volle Kanne ins Gesicht. Die Landschaft wurde weit und offen, und ich hatte das Gefühl, dass ich mich gegen den Sturm stemmen musste, um weiterzukommen. Aber genau das machte die Wanderung noch epischer. Der Blick schweifte über Hügel und Täler, während der Dyke sich weiter durch die Landschaft zog – manchmal deutlich erkennbar, manchmal nur noch als sanfte Erhebung im Gras.
Schließlich erreichte ich Knighton, das als „Hauptstadt des Offa’s Dyke“ gilt. Ich durchquerte den kleinen, aber charmanten Ort, gönnte mir eine kurze Pause und zog dann weiter. Mein Ziel lag nur ein kleines Stück außerhalb: die Panpunton Farm, wo ich mein Zelt für die Nacht aufschlug. Ein ruhiger Platz, umgeben von Feldern und mit Blick auf die Hügel, die ich morgen in Angriff nehmen würde. Ich lehnte mich zurück, ließ den Tag Revue passieren und freute mich auf das nächste Abenteuer.
Kilometer gemacht. Wind getrotzt. Dyke erlebt. Perfekter Tag. 🚶♂️💨🌿
Highlights
- Der „Dyke“
- Viel „Landschaft“
- Knighton
- Offa’s Dyke Visitor Centre
Von Kington nach Knighton / 22 km - Karte - Video
Etappe 6 - von Knighton nach Brompton (Millers Rest Campsite)
Halbzeit am Offa’s Dyke!
Der Tag startete früh auf der Panpunton Farm, und ich wusste: Heute würde ich die Hälfte des Offa’s Dyke Path erreichen! Aber bis dahin lagen noch einige Hügel vor mir.
Eigentlich wollte ich gestern noch ins Offa’s Dyke Visitor Centre in Knighton, um mehr über die Geschichte des Trails zu erfahren. Leider hatte ich Pech – es war Donnerstag, und das Zentrum öffnet erst Freitag bis Sonntag. Also musste ich ohne diesen kleinen Wissensstopp weiterziehen.
Kaum hatte ich Knighton hinter mir gelassen, begann der Anstieg – steil und fordernd, aber der Ausblick machte alles wett. Oben angekommen, fühlte es sich an, als würde ich auf einer Galerie entlangwandern: Der Pfad zog sich über die Hügel, und vor mir breitete sich die Landschaft in ihrer ganzen Weite aus. Der Dyke schlängelte sich wie eine uralte Narbe durch das Grün, und der Weg wurde zu einem ständigen Auf und Ab.
Nach einigen Kilometern erreichte ich die Gegend um Newcastle und gönnte mir eine wohlverdiente Pause am Fluss Clun. Das Wasser plätscherte sanft, und für einen Moment schien die Zeit stillzustehen – Stiefel aus, Füße ins kühle Wasser, tief durchatmen. Ein perfekter Augenblick inmitten des Abenteuers.
Dann kam der große Moment: Halbzeit! Ich hatte offiziell die Hälfte des Trails hinter mir. Ein verrücktes Gefühl – so viele Kilometer gewandert, so viele Erlebnisse gesammelt, und doch lag noch ein ganzer Weg vor mir.
Hinter dem Halfway Point wurde der Trail zu einer echten Achterbahnfahrt – steile Anstiege, schnelle Abstiege, und kaum war ich oben, ging es schon wieder runter. Die Landschaft war wild und ungezähmt, als wollte sie mich auf die Probe stellen.
Ein besonderes Highlight war Churchtown – nein, keine Stadt, sondern ein winziger, fast verwunschener Ort, der sich in ein kleines Tal schmiegte. Nur ein Haus und eine alte Kirche, umgeben von sattem Grün und völliger Stille. Es fühlte sich an, als wäre die Zeit hier stehen geblieben.
Ich gönnte mir eine kurze Pause, genoss die magische Atmosphäre und sammelte Kraft. Denn direkt danach wartete der nächste steile Anstieg – und der ließ keine Gnade walten!
Heute wollte ich bis Mellington Hall wandern. Es war zwar eigentlich ein Caravan Park, aber laut Internet hatten dort schon öfter Wanderer übernachtet. Also hoffte ich, dass ich dort einen Platz für die Nacht finden würde.
Als ich schließlich ankam, empfing mich ein wunderschönes altes Herrenhaus – ein beeindruckender Anblick nach einem langen Wandertag. Doch an der Rezeption war niemand zu sehen. Also steuerte ich den angrenzenden Pub an und fragte, ob man hier zelten könne. Die Antwort war kurz und ernüchternd: Nein.
Stattdessen gönnte ich mir ein Guinness und dachte nach, wo ich mein Zelt aufschlagen könnte.
Wenig später entdeckte ich die Miller’s Rest Campsite, nur eine halbe Stunde entfernt. Dort stellte ich mein Zelt auf, gönnte mir eine wohlverdiente heiße Dusche und ließ den Tag Revue passieren. Es war ein Tag voller unerwarteter Wendungen, aber am Ende hatte alles perfekt zusammengepasst.
50 % geschafft – 50 % Abenteuer warten noch! 💪🏕️🔥
Highlights
- Halfway Point
- Churchtown
- Mellington Hall
Von Knighton nach Brompton / 24 km - Karte - Video
Etappe 7 - von Brompton (Millers Rest Campsite) nach Buttington (Green Dragon Inn)
Vogelkonzert und Weinreben – ein Tag voller Überraschungen
Schon vor Sonnenaufgang legte die Natur ein kleines Konzert für mich hin – die Vögel zwitscherten, als hätten sie sich extra für mich abgestimmt. Keine sanfte Weckermelodie, sondern ein echtes Natur-Soundsystem, das mich sofort in den neuen Tag katapultierte. Perfekter Einstieg für das nächste Abenteuer!
Der Start der Etappe von Brompton nach Buttington war entspannt: sanfte Pfade durch Wiesen und Felder, easy going. Doch gleich am Anfang gab’s den ersten „Moment zum Innehalten“ – mitten im Nirgendwo tauchte plötzlich ein Vinyard auf! What?! Hätte ich hier eher Schafe als Chardonnay erwartet, aber genau das machte diesen Abschnitt so genial – immer für eine Überraschung gut.
Mit leichten Füßen lief ich weiter, das Tempo locker, die Luft frisch. Links in der Ferne tauchte die alte Stadt Montgomery auf, als würde sie mich heranwinken. Die Hügel, die Weite, überall Schafe, die genüsslich vor sich hin mampften – das perfekte Postkartenbild. Nach unzähligen Gates kam ich dann in Kingswood an, wo ich an der Kirche eine gemütliche Bank für meine Pause fand. Ein kurzer Moment zum Durchatmen, bevor es wieder ans Eingemachte ging: der Anstieg zum Beacon Ring Fort.
Der Weg zog sich langsam nach oben, durch ein dichtes, sattgrünes Waldstück – ein bisschen mystisch, fast wie ein verwunschener Ort. Am Wegesrand lag Offa’s Pool, ein altes Regenreservoir mit einem coolen Namen, aber leider ohne Wasser. Dafür hatte es diesen geheimnisvollen Vibe, als hätte es noch eine ganz andere Geschichte zu erzählen.
Oben angekommen, bot das Beacon Ring Fort eine epische Aussicht – aber das eigentliche Highlight war subtiler. Inmitten der alten Festungsreste stand eine ganz besondere Ehrung: eine Baumreihe, die die Initialen „ER“ für Elizabeth Regina formte. Eine unscheinbare, aber doch beeindruckende Hommage an die Queen, die sich perfekt in die alte Landschaft einfügte. Ein Moment zum Staunen, zum Innehalten, bevor es weiterging.
Nach dem Fort führte der Weg easy bergab durch sanfte Hügel und weite Felder. Die Landschaft öffnete sich, das Licht wurde weicher, und alles fühlte sich nach perfekter Wander-Romantik an. Ich ließ die letzten Gates hinter mir und erreichte schließlich Buttington.
Dort wartete das Green Dragon Inn, als hätte es schon den ganzen Tag auf mich gewartet. Und als ich mein kleines grünes Zelt daneben aufschlug, musste ich grinsen – fast sah es aus wie ein kleiner Drache, der sich für die Nacht niedergelassen hatte.
Perfektes Ende für einen perfekten Tag: Wandern, Natur, Abenteuer – genau so muss es sein! 🥾🔥🌿
Highlights
- Vinyard
- Offa’s pool
- Beacon Ring Fort
- Green Dragon Inn
Von Brompton nach Buttington / 20 km - Karte - Video
Etappe 8 - von Buttington (Green Dragon Inn) nach Candy (The Old Mill)
Kanal-Vibes, ein Aquädukt und neue Abenteuer
Gestern hatte ich mir einen Ruhetag in Welshpool gegönnt und die kleine Stadt erkundet. Ein bisschen durch die Straßen schlendern, ein paar nette Ecken entdecken – genau das Richtige, um die Beine mal kurz vom ständigen Wandern zu erholen. Aber heute war ich wieder voll im Modus und bereit für die nächste Etappe!
Der neue Tag startete easy, und ich ließ Buttington hinter mir. Schon nach kurzer Zeit führte mich der Weg an den Montgomery Canal – ein absoluter Gamechanger für diese Etappe. Die Luft war frisch, das Wasser spiegelglatt (zumindest dort, wo es nicht zugewachsen war), und die Stimmung hatte etwas Beruhigendes. Der Trail verlief direkt am Ufer entlang, vorbei an alten Schleusen, die heute nur noch stumme Zeugen einer anderen Zeit waren.
Die Schleusen am Montgomery Canal waren echt ein Hingucker – alt, charmant und perfekt in die Landschaft eingebettet. Während ich daran vorbeiwanderte, stellte ich mir vor, wie es wohl wäre, mit einem Narrowboat hier entlang zu tuckern, ganz gemütlich durch die ruhigen Gewässer zu gleiten und die Natur vom Wasser aus zu erleben. Vielleicht irgendwann mal, aber heute trug mich mein Weg weiter zu Fuß ins nächste Abenteuer!
Während ich dahinwanderte, wurde mir bewusst, dass der Kanal nicht mehr in Betrieb war – hier und da hatte sich die Natur das Wasser zurückerobert, mit dichten Pflanzen und Seerosen, die auf der Oberfläche trieben. Das Ganze hatte fast etwas Verwunschenes, als würde der Kanal noch immer von alten Geschichten flüstern. Ich ließ mich von der ruhigen Atmosphäre treiben, folgte dem Wasser und fühlte mich fast, als würde ich durch eine längst vergessene Welt marschieren.
Kurz vor Llanymynech kam dann das Highlight des Tages: das Vyrnwy Aquädukt! Das Aquädukt war ein echtes Highlight – ein beeindruckendes Bauwerk, das den Montgomery Canal elegant über einen Fluss führte. Es war schon ein verrücktes Gefühl, auf einem Weg zu laufen, der über eine Wasserstraße führte, die wiederum über eine andere Wasserstraße verlief! Irgendwie surreal, aber genau solche Momente machen den Offa’s Dyke so besonders.
Nach einer gemütlichen Pause in Llanymynech wurde es wieder sportlicher. Der Weg führte steil auf einen Hügel, und oben angekommen, stieß ich auf einen alten Steinbruch. Die Aussicht war der Hammer, aber meine Ruhe wurde schnell von einer Horde Kinder gesprengt. Keine Chance auf Entspannung – also nix wie weg!
Weiter ging es durch die Landschaft, vorbei an einem Golfplatz, und dann rein in die Weite von Moelydd. Der Panoramablick von dort war atemberaubend – eine perfekte Kulisse für ein paar tiefe Atemzüge. Kurz darauf wanderte ich durch das kleine Dorf Trefonen und spürte, dass das Tagesziel näherkam.
An der Old Mill bei Candy angekommen, entdeckte ich meinen Übernachtungsplatz für heute. Der Spot war einfach genial – so neu und versteckt, dass kaum jemand davon wusste. Der Besitzer begrüßte mich herzlich und zeigten mir alles, was ich wissen musste. Die Idylle des Ortes und die Ruhe ließen den Tag perfekt ausklingen.
So ließ es sich leben – und morgen wartet das nächste Abenteuer!🚶♂️🌿💦
Highlights
- Montgomery Canal
- Vyrnwy Aquädukt
- Old Mil
Von Buttington nach Candy / 28 km - Karte - Video
Etappe 9 - von Candy (The Old Mill) nach Llangollen (Wern Isaf Campsite)
Eine Burg, ein Aquädukt & ein wilder Sturm
Nach einer entspannten Nacht in Candy wartete direkt zum Start eine fiese Steigung auf mich. Steil ging’s den Berg hoch, doch oben gab’s eine coole Überraschung: die alte Pferderennbahn von Oswestry. Die 22 Hektar große Rennbahn wurde 1848 für den Rennbetrieb geschlossen und ist heute ein gemeinschaftliches Erholungsgebiet – fast surreal, sich vorzustellen, wie hier einst Pferde um die Wette galoppierten.
Der Weg führte mich weiter durch traumhafte Landschaft, immer wieder tauchte der Offa’s Dyke neben mir auf. Dann stand ich vor dem mächtigen Chirk Castle – keine Frage, das Ding ist beeindruckend! Aber der Eintritt war mir zu teuer, also gönnte ich mir stattdessen einen heißen Kaffee und genoss einfach die Aussicht.
Von hier war’s nicht mehr weit bis zum berühmten Llangollen Canal – und dann kam der Moment des Tages: das Pontcysyllte Aquädukt! In schwindelerregender Höhe überquerte ich diese Wahnsinns-Konstruktion – rechts der Abgrund, links der enge Kanal, und unter mir nur Luft. Was für ein Adrenalinkick! Viele Touristen mit Narrowboats sind unterwegs und warten geduldig auf die Passage.
Hinter dem Aquädukt verließ ich den Canal und stieg wieder einen Hügel hoch. Laut Karte führte hier der „Panorama Walk“ entlang – klang vielversprechend. Aber dann: Plötzlich peitschten dunkle Wolken aus dem Westen heran. Keine fünf Minuten später war ich mitten in einem heftigen Regenguss. Wow, das ging schnell! Ich suchte Schutz in einer Felsnische, genau wie die Schafe es immer tun, und wartete das Schlimmste ab.
Als der Regen nachließ, machte ich mich klatschnass, aber gut gelaunt auf den letzten Abschnitt. Nicht mehr weit bis zur Wern Isaf Farm, meiner Campsite für die Nacht. Später ging’s dann ins Tal nach Llangollen – ein wunderschönes Städtchen mit kleinen Shops, gemütlichen Pubs und verdammt gutem Essen.
Perfekt, um diesen epischen Tag ausklingen zu lassen! 🍻🏕️⛰️
Highlights
- alte Pferderennbahn von Oswestry
- Chirk Castle
- Llangollen Canal
- Pontcysyllte Aquädukt
Von Candy nach Llangollen / 24 km - Karte - Video
Etappe 10 - von Llangollen (Wern Isaf Campsite) nach Llandegla (Llyn Rhys Campsite)
Burgruine, Panoramaweg & das Ende der Welt
Nach einer entspannten Nacht auf der Wern Isaf Farm machte ich mich wieder auf den Weg – und zwar direkt hoch zurück zum Panorama Walk. Heute stand eine kürzere Etappe an, also nutzte ich die Gelegenheit für einen Abstecher zu einem echten Highlight: Castell Dinas Brân.
Der Aufstieg war knackig, aber als ich endlich oben stand, wurde ich mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Der Wind fegte mir durch die Haare, während ich auf die Ruinen der alten Burg und das endlose Grün der Landschaft blickte. Der perfekte Ort, um kurz innezuhalten, tief durchzuatmen und einfach nur den Moment zu genießen.
Zurück auf dem Panorama Walk folgte ich dem Trail weiter. Der Name der Straße hielt, was er versprach – der Ausblick war einfach gigantisch. Ab der Rock Farm wurde es ernst: Der Weg führte immer weiter talaufwärts, doch von gemütlichem Wandern konnte keine Rede mehr sein. Geröll, wohin das Auge reicht – jeder Schritt musste sitzen. Rechts von mir ragten beeindruckende Felswände in den Himmel, während es links steil bergab ging. Ein Moment, in dem man sich wirklich konzentrieren musste, aber genau das machte den Reiz aus.
Ich schlängelte mich um einige massive Felswände herum, gespannt auf das, was mich hinter der nächsten Kurve erwarten würde – und dann war ich da: „World’s End“. Klingt nach einem epischen, weltvergessenen Ort, oder? Tja, um ehrlich zu sein, so spektakulär war es dann doch nicht. Aber hey, der Name allein machte die Sache schon cool genug!
Von hier führte der Weg erst mal an der Straße entlang, doch schon bald öffnete sich die Landschaft in eine weite Heidelandschaft. Perfekt für eine Pause! Ich ließ mich ins Gras sinken, atmete die klare Luft ein und genoss die endlose Weite um mich herum – pure Freiheit.
Nach ein paar Kilometern tauchte ich in den Wald von Llandegla ein, der sofort einen völlig neuen Vibe hatte. Keine offene Weite mehr, stattdessen enge Wege, riesige Bäume und überall Mountainbike-Trails, die sich wie Achterbahnen durchs Gelände schlängelten.
Nicht viel später erreichte ich dann Llandegla – ein kleines, gemütliches Dorf, das das perfekte Ziel für diesen abwechslungsreichen Wandertag war.In Llandegla angekommen, steuerte ich die Llyn Rhys Farm Campsite an. Kaum dort, wurde ich von einem netten älteren Mann herzlich empfangen. Er strahlte diese typische walisische Gastfreundschaft aus und schien sich ehrlich zu freuen, einen Wanderer auf dem Offa’s Dyke Way willkommen zu heißen.
Nach einem langen Tag voller Felsen, Heide und Wälder war das genau der richtige Ort, um die Füße hochzulegen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen. 🌿⛺
Highlights
- Castell Dinas Brân
- Panorama Walk
- „World’s End“
- Wald von Llandegla
Von Llangollen nach Llandegla / 15 km - Karte - Video
Etappe 11 - von Llandegla (Llyn Rhys Campsite) nach Bodfari (Station House Caravan Park)
Epischer Wandertag von Llandegla nach Bodfari
Neuer Tag, neues Abenteuer! Heute starte ich in Llandegla, aber der Dorfladen hat dicht – keine Snacks für unterwegs. Egal, ich zieh los! Die ersten Kilometer sind entspannt: Wiesen, Felder, Vogelgezwitscher – alles easy. Aber ich weiß genau, dass die richtig harten Anstiege noch kommen. 29 Kilometer, jede Menge Höhenmeter – das wird ein Brett!
Und zack, die ersten Hügel lassen nicht lange auf sich warten. Der Schweiß läuft, die Beine brennen, aber als ich oben ankomme, wird mir die Aussicht einfach um die Ohren gehauen. Der Wind pfeift, die Sonne knallt, aber ich grinse nur – genau dafür bin ich hier! Jeder Gipfel ist ein kleines Erfolgserlebnis, jeder Abstieg bringt mich dem nächsten Highlight näher.
Am Parkplatz vom Moel Famau, dem höchsten Berg hier, wimmelt es von Tageswanderern. Kein Wunder, die Aussicht ist der Wahnsinn! Ein Typ vom Imbisswagen fragt mich nach Feuer für seinen Ofen. Klar, helfe ich aus – als Dank gibt’s einen heißen Kaffee, und genau das brauche ich jetzt! Mit frischer Energie geht’s weiter.
Eine Stunde später stehe ich auf dem Gipfel des Moel Famau. Oben thront der Jubilee Tower, der eigentlich mal ein Obelisk werden sollte – hat aber nicht geklappt, Geld war alle. Macht nichts, die Ruine sieht trotzdem mega aus! Der Ausblick? Absoluter Wahnsinn! Ich sehe im Osten bis Liverpool, im Westen erstreckt sich Snowdonia. Perfekter Moment, um einfach durchzuatmen und die Weite zu genießen.
Dann geht’s weiter. Der Weg wird einsamer, die Hügel ziehen mich immer weiter in die Wildnis. Ich liebe diese Stille, nur der Wind und meine Schritte begleiten mich. Der Blick reicht bis zum Meer! Ich spüre, wie die Energie zurückkommt, und zufrieden wandere ich die letzten Kilometer ins Tal.
In Bodfari werde ich herzlich von einem älteren Ehepaar auf dem Station House Caravanpark empfangen. Die Akkus sind schnell wieder aufgeladen, und am Abend sitze ich im Dinorben Arms, einem gemütlichen Pub mit Kaminfeuer.
Ein kaltes Bier, müde Beine, aber ein voller Kopf mit Erinnerungen – besser kann ein Wandertag nicht enden! 🍻🔥
Highlights
- Der „Dyke“
- Viel „Landschaft“
- Knighton
Etappe 11 - von Llandegla nach Bodfari / 29 km - Karte - Video
Etappe 12 - von Bodfari (Station House Caravan Park) nach Prestatyn
Finale auf dem Offa’s Dyke Path – 284 Kilometer, letztes Kapitel!
Heute ist es so weit – mein letzter Tag auf dem Offa’s Dyke Path! Das Wetter? Perfekt. Die Laune? Auf Anschlag. Ich schnüre die Schuhe fester, checke mein Ziel und starte durch. Gleich hinter Bodfari begrüßt mich der Trail mit einem knackigen Anstieg – als wollte er mir nochmal zeigen, dass er nicht ohne ist. Oben angekommen, gönne ich mir einen Moment, bevor es über sanftes Farmland weitergeht. Kuhweiden, Schafe links und rechts – ich grüße kurz, sie kauen weiter.
Und dann passiert es: Mitten auf dem Pfad steht ein Pferd. Kein Besitzer in Sicht – nur ich und dieses große, entspannte Tier. Ich bleibe stehen, sage freundlich „Hi“, aber es rührt sich nicht. Stattdessen schaut es mich nur an, als wollte es sagen: „Wo willst du eigentlich so schnell hin?“ Ich warte, gehe ein paar Schritte auf es zu – nichts. Es bleibt einfach stehen, seelenruhig, als hätte es alle Zeit der Welt. Also entscheide ich mich, ein Stück weiter rechts über einen Zaun zu klettern und das Pferd großräumig zu umgehen. Auf der anderen Seite steige ich wieder auf den Weg – und drehe mich noch einmal um. Da steht es immer noch. Irgendwie hatte dieser Moment was – als hätte der Trail selbst mir nochmal kurz den Weg versperrt, bevor er mich weiterzieht.
Kaum bin ich wieder auf dem Pfad, höre ich plötzlich Motorengeräusche – keine modernen Brummer, sondern dieses knatternde, charmante Tuckern, das nur von echten Klassikern kommt. Und tatsächlich: Ich laufe direkt in eine Oldtimer-Rallye hinein! Ein freundlicher Typ drückt mir grinsend einen Flyer in die Hand – darauf eine Liste aller teilnehmenden Fahrzeuge.
Ein paar der Oldtimer rauschen mit ordentlich Tempo an mir vorbei, als wollten sie zeigen, dass in ihnen noch richtig Leben steckt.
Dann biegt der Offa’s Dyke Path leise ab, weg von der Straße, hinein in Richtung Rhuallt. Die Motorengeräusche verblassen hinter mir, der Flyer knistert in meiner Tasche – und mit jedem Schritt wird es wieder stiller. Nur ich, der Pfad – und das Wissen, dass das große Finale ganz nah ist.
In Marian Cwm finde ich eine einladende Bank – perfekter Spot für eine Pause. Ich lehne mich zurück, lasse den Blick schweifen und realisiere: Das hier ist fast vorbei. Kaum über den nächsten Hügel geklettert, sehe ich es – mein Ziel! Prestatyn liegt direkt vor mir, fast zum Greifen nah. Das gibt mir den letzten Kick.
Doch bevor es runtergeht, wartet noch ein absolutes Highlight: die Cliffs von Prestatyn. Ich stehe da, schaue auf die Stadt, und dahinter erstreckt sich die Irische See bis zum Horizont. Wow. Was für ein Finale! Der Pfad zieht sich noch ein wenig am Hügel entlang, als wollte er mich den Moment voll auskosten lassen – dann beginnt der Abstieg.
Unten in Prestatyn angekommen, startet meine letzte Mission: Das Offa’s Dyke Monument finden. Ich schlendere durch die Straßen, entdecke immer wieder die eingelassenen Embleme im Boden – kleine, goldene Zeichen, die mich zum Ziel leiten. Und dann? Ich bin da. Der Offa’s Dyke Path Stein wirkt hier etwas verloren, umringt von Beton und Asphalt, aber 284 Kilometer später. Geschafft.
Prestatyn selbst ist kein Ort für große Emotionen – aber das brauche ich auch nicht. Ich weiß genau, wo mein wahres Finish liegt: Am Meer. Ich laufe weiter, bis ich den Strand erreiche. Dann ziehe ich die Schuhe aus, trete ins kalte Wasser der Irischen See und lasse alles sacken.
Offa’s Dyke – du warst wild, du warst wunderschön. 🎒🥾🍃
Highlights
- Der „Dyke“
- Viel „Landschaft“
- Knighton
Von Bodfari nach Prestatyn / 20 km - Karte - Video
Route & Daten
Etappenübersicht
Anreise
Voretappe„Der Anfang eines großen Abenteuers: Von Manchester nach Chepstow – erste Schritte, erste Kilometer, und das Gefühl, dass etwas Großes beginnt.“ 🛫🚂🥾
Von Chepstow nach Monmouth / 28 km
Etappe 1„Der Anfang eines epischen Trails: Klosterausblicke, Waldmagie und erste Wow-Momente auf dem Weg nach Monmouth!“ 🏰🌿🥾
Von Monmouth nach Pandy / 26 km
Etappe 2„Von Pausenkirche über Burgruine bis zum Umweg – ein wilder Wandertag zwischen Monmouth und Pandy!“ ⛪🏰🥾
Von Pandy nach Hay-on-Wye / 26 km
Etappe 3„Von Sturm gepeitscht und von wilden Pferden begleitet – ein epischer Ritt durch die Black Mountains bis nach Hay-on-Wye!“ 🌧️🐎⛰️
Von Hay-on-Wye nach Kington / 24 km
Etappe 4„Von sanften Hügeln zu wilden Pferden – und das perfekte Pub-Ende in Kington!“ 🏞️🐎🍻
Von Kington nach Knighton / 22 km
Etappe 5„Dyke, Wind und Weite – ein epischer Tag auf dem Offa’s Dyke Path!“ 🌬️🌿🛖
Von Knighton nach Brompton
Etappe 6„Halbzeit am Offa’s Dyke – Hügel, Geschichte und unerwartete Wendungen!“ 🏞️🥾💪
Von Brompton nach Buttington / 20 km
Etappe 7Vom Vogelkonzert am Morgen über unerwartete Weinreben in der Wildnis bis hin zu königlicher Aussicht und Zeltplatz-Romantik beim Green Dragon Inn. 🌄🍇👑🥾
Von Buttington nach Candy / 28 km
Etappe 8Kanal-Idylle, alte Schleusen, ein beeindruckendes Aquädukt – und mittendrin: ich, auf dem Weg ins nächste Abenteuer. 🌿💦🚶♂️
Von Candy nach Llangollen / 25 km
Etappe 9Eine alte Rennbahn, Chirk Castle, das schwindelerregende Pontcysyllte-Aquädukt – und mittendrin ein Sturm, der alles noch epischer machte! 🌧️⛰️💥
Von Llangollen nach Llandegla / 15 km
Etappe 10
Von der Burgruine Castell Dinas Brân über wilde Felslandschaften bis zum sagenumwobenen „World’s End“ – ein kurzer, aber epischer Wandertag voller Panorama, Geröll und Wald-Magie! 🏰🥾🌄
Von Llandegla nach Bodfari / 29 km
Etappe 1129 Kilometer, endlose Hügel, Moel Famau mit Wahnsinns-Aussicht – ein wilder, windiger Wandertag von Llandegla nach Bodfari, voller Höhen, Hitze und Herz! 🥾🌄🔥
Von Bodfari nach Prestatyn / 20 km
Etappe 12Finale auf dem Offa’s Dyke Path: Nach 284 Kilometern stehe ich endlich an der Irischen See – Schuhe aus, Füße ins Wasser, Herz voll. Was für ein Abenteuer! 🌊🎉🥾
